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Kommentar „Nordost-Arena? Für uns bleibt es die Stadthalle“
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00:01 28.10.2017
Rostock

Die Umbenennung der Rostocker Stadthalle sorgt für Wirbel. Während sich die Messe- und Stadthallengesellschaft für den Namen Nordost-Arena entschieden hat, stößt die Wahl bei vielen OZ-Lesern und in Teilen der städtischen Politik auf Kritik. Die Rostocker Bürgerschaft will nun über Alternativen beraten. Am 8. November hat sie das letzte Wort. Nutzer der OZ-Facebook-Seite diskutieren eifrig mit.

Die Stadthalle soll einen neuen Namen bekommen. Quelle: Foto: Ove Arscholl

Nordost-Arena

keiner der Vorschläge

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Wie soll die Rostocker Stadthalle nach dem Umbau heißen?

486 Leser stimmten bisher ab.

Armin Baack meint, es habe schon bessere Ideen gegeben als den Namen Nordost-Arena. „Stadthalle wiederum klingt provinziell, man will ja auch große Künstler nach Rostock locken. Andererseits ist Ostsee oder Hanse schon oft besetzt. Wie wäre es mit Warnow-Arena? Schön wäre es zudem, Rostock im Namen zu verewigen.“ Auch Jan Frieberg kann sich nur schwer mit dem neuen Namen anfreunden. „Nordost-Arena ist so ziemlich der unwürdigste Name überhaupt. Der klingt Ost und ist Ost.“ Und weiter: Der Titel lasse an überregionaler Strahlkraft vermissen.

Sein Vorschlag: Persönlichkeiten der Stadtgeschichte könnten ihren Namen geben. Sabrina Kühndel könnte sich stattdessen Hanse-Arena oder auch Hanse-Halle gut vorstellen. „Es gibt geeignetere Namen, als den, der derzeit im Gespräch ist.“ Mirko Grommek empfindet den Namen Stadthalle „auch als zu provinziell“. Er plädiert für Baltic-Coast-Arena. Jens Schwarzrock mischt sich ebenfalls in die Debatte ein. Er stört sich aber bereits an der Bezeichnung Arena. „Ist das nicht ein wenig weit herholt?“ Lars Zacher findet: Für die Vermarktung sei Nordost-Arena okay, doch nicht sehr kreativ.

Genauso wie es die Kritiker gibt, die den Namen Stadthalle ersetzen wollen, gibt es die Gemeinde, die an Altbewährtem festhalten möchte. So fragt sich Vera Ziegler: „Wozu ein neuer Name? Es wird für uns Rostocker immer die Stadthalle bleiben, wie beim Ostseestadion.“ Matthias Schulz spricht sich auch für die Beibehaltung des Namens aus. „Manche Diskussionen verstehe ich einfach nicht.“ Gutes, das sich eingeprägt hat, will auch Andrea Schumacher nicht ändern. Deshalb: „Stadthalle.“ Das Interesse von Leserin Ramona Manz betrifft weniger die Namensfindung denn die möglicherweise steigenden Ticketpreise. Selbst wenn sie Verständnis dafür habe, dass das Geld für den Umbau wieder eingefahren werden müsse.

Zurück zum Namen, schreibt Micha Schröder: „Möge am Ende der Bessere gewinnen.“

Juliane Lange

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