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Kommentar Nur Leyenspiel mit Liedgut?
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01:20 13.05.2017

Endlich! Die Bundeswehr verbannt nach Äonen merkwürdiger Traditionspflege endlich Wehrmachtsdevotionalien und andere Artefakte aus der Hitler-Ära. Da kann man Verteidigungsministerin von der Leyen nur gratulieren zum verordneten neuen Umgang der Truppe mit Traditionen. Nazideutsche Kompositionen à la „Panzerlied“, verfasst von „Gaumusikreferenten“ und anderen NS-Ideologen, gehören ebenso wenig in ein Bundeswehr-Liederbuch wie etwa ein Wehrmachtsbajonett in die moderne Kaserne.

Leider riecht das rabiate Ausmisten im Traditions- und Gruselkabinett der Bundeswehr auch nach unsensiblem Aktionismus. Wenn etwa nicht nur fragwürdiges Liedgut, sondern selbst ein historisches Konterfei des Hamburger Ehrenbürgers und Sozialdemokraten (!) Helmut Schmidt (†2015) in Wehrmachtsuniform post mortem aussortiert wird. Steht die Bundeswehr nicht auch in der Tradition von Wehrmachtsoffizieren, wie dem Hitlerattentäter Stauffenberg?

Freilich geht es um mehr als um ein Leyenspiel mit Liedgut: Das Ansehen der Truppe leidet mit jedem neuen Skandal. Marodes Material, Rechtsradikale in Uniform, bedingte Abwehr- und Reformbereitschaft. Die Ministerin belegt, dass es auch anders geht.

OZ

Kommentar Leyens „schießendes Personal“ - Blöder Witz

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