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Kommentar OZ-LESERBRIEFE
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00:00 12.03.2013

gabe zeigt fehlende parteipolitische Neutralität. Zitat: „Öffentlich fordern die Sozialdemokraten 8,50 Euro in der Stunde. Für Veranstaltungen in MV haben sie selbst aber Hotels gebucht, in denen Mitarbeiter nur 6,62 Euro erhalten.“ Als professionelle Journalisten wissen Sie genau, welche Breitenwirkung Ihre Headline (Schlagzeile — die Red.) und die zitierte UnterHeadline haben, zumal im Wahlkampf. Journalistisch sauber wäre der Sachverhalt: Die SPD setzt sich nachhaltig für einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro ein. In MV ist es z.Z. kaum möglich, geeignete Hotels zu finden, die über einen Saal mit einer Sitzplatzkapazität von über 400 Plätzen verfügen und die freiwillig im Voraus deutlich über dem geltenden Tarif bezahlen. Die Löhne in einem Hotel setzt nicht der Nutzer, sondern das Hotel-Management fest. Diese Branche und Ihre konkret recherchierte Story zeigen sehr deutlich auf, wie wichtig ein flächendeckender Mindestlohn ist. Ihre Recherche stützt also die Forderung der SPD und anderer Parteien nach einem flächendeckenden Mindestlohn. Die noch weit verbreiteten Hungerlöhne sind anders kaum zu überwinden. Gerd Löffler, Sassnitz/Rügen

Schweiger gibt den Bruce Willis für Arme

Zum jüngsten „Tatort“ mit Til Schweiger: Da ist ja Bruce Willis („Stirb langsam“) eine Kindersendung. Es wurde geballert auf Teufel komm raus, und Til Schweiger wurde wohl synchronisiert, denn es fehlte das Nuscheln. Da lobe ich mir doch Skandinavien-Krimis wie Wallander und Kommissarin Lund. Dieter Kelch, Wismar

Den „Tatort“ nicht auf

Hollywood bürsten Zum selben Thema: Der Sonntagabend gehört bei uns seit Jahren zum festen Ritual, es ist „Tatort“-Zeit! Krimis verschiedener Güte wurden uns da präsentiert. Nicht immer waren wir begeistert.

Viele Themen wurden da aufgegriffen, oft so intensiv und spannend von den Schauspielern dargestellt, dass man Gänsehaut bekam oder auch mal eine Träne weggewischt wurde. Dieser Sonntags-Tatort mit Til Schweiger war anders, leider. Ein bisschen Schimanski, ein bisschen Bond, eine Menge Selbstdarstellung. Für unsere Begriffe hatte das nichts mit der herkömmlichen „Tatort“-Güte zu tun. Action, viel Blut und amerikanische Verhältnisse können wir uns in CSI, Navy CIS anschauen. Der „Tatort“ sollte eigenständige, nicht auf Hollywood gemachte Krimireihe bleiben. Annegret Exler, Barth

OZ

Norddeutschland ist auf die EU-Osterweiterung schlecht vorbereitet. Punkt. Und nun? Kopf in den feinen Ostseesand stecken und auf hohem Niveau lautstark jammern?

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