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Kommentar OZ-LESERBRIEFE
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00:00 13.04.2013

Da werden die abstrusesten Argumente gebracht: Die Ferienwohnungsgäste brächten ihr Essen von zu Hause mit oder ließen ihr Geld bestenfalls im Supermarkt, FeWos würden keinen Beitrag zum Tourismus leisten und anderes mehr. Mit solcher Polemik will die Dehoga von ihrer eigenen Misere ablenken. Die Hotelauslastung in MV liegt bei 42 Prozent, trotzdem werden noch weitere Hotels in der 400-Betten-Größe gebaut (OZ 11.3.2013). Hier wäre doch wohl eher von Überkapazitäten und Marktsättigung zu sprechen. Jetzt die Ferienwohnungen für die mangelnde Auslastung verantwortlich zu machen, könnte zum Rohrkrepierer werden. Gäste suchen sich eine Ferienwohnung, weil sie sich kein Hotel leisten können oder wollen, weil sie sich z.B. mit ihren Kindern in einer FeWo besser aufgehoben fühlen.

Helmut Jänecke, Wismar

Hausmusik: Förderung in der Breite nötig

Zu „Im Musikland MV klingt es stiller als anderswo“ (OZ, 10.4.): Der Musizieratlas zeigt also, dass in den Haushalten von MV deutlich seltener als in anderen Bundesländern musiziert wird.

Natürlich ist zum einen die Forderung nach mehr Personal für die Musikschulen, um mehr Schüler aufzunehmen, völlig berechtigt und unbedingt zu unterstützen. Zum anderen muss es aber dabei neben der Ausbildung besonders begabter Kinder ebenso um die Förderung in der Breite gehen. Das Ziel muss auch darin bestehen, die Jugendlichen und Erwachsenen weiter bei der Stange zu halten sowie den Wiedereinstieg oder sogar Neuanfang mit einem Musikinstrument im Alter zu fördern. Deshalb wurde in Rostock der Verein Hausmusik plus e.V. gegründet, der Erwachsenen dabei helfen möchte. (Näheres:

www.hausmusikplus.yolasite.com
).

Volker Kretschmer, Kritzmow

Was nutzt das Tempolimit ohne Überwachung?

Zu „Verkehrswacht MV für Tempo 30 innerorts“ (OZ, 11.4.): Was nützen Tempolimits, wenn die Unfallursache die Nichteinhaltung derselben ist? Wenn die Überschreitung der Geschwindigkeitslimits nicht überwacht werden kann, dann kann auch die Unfallursache Nr.1 nicht kompensiert werden. Bei Tempo 30 in Ortschaften werden sich die Fußgänger freuen, zwischen Stoßstange an Stoßstange fahrenden Kfz über die Straße zu kommen.

Torsten Gringo, Stralsund Blanke Busen verschaffen sich „Gehör“

Zu „Femen: Der Körper als Waffe ist effektiv“ (OZ, 10.4.): Da laufen also inzwischen an die dreißig Frauen mit nackten Brüsten herum, um „ihren nackten Körper als Waffe einzusetzen“ — was dann „jeden irritiert“— , um gegen etwas zu protestieren. Wogegen? Egal. Nun gehören Frauenbrüste, vor allem in diesem frischen Alter, für den größten Teil der Männer eher nicht zu den Dingen, mit denen sich ihre Träger „Gehör verschaffen“. Auch ihre irritierende Wirkung halte ich für relativ. Wer regt sich hier eigentlich wogegen auf? Und warum? Jens Scheibner, Altenpleen

OZ

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