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Kommentar OZ-LESERBRIEFE
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00:00 20.04.2013

dachte ich zunächst, ich hätte mich verhört. Aber dann stand auch in der OZ:

„Gefragt wurde nach dem Namen eines Autoren, den die Prüflinge aus einem vorgegebenen Text herausfinden sollten. Nur: Der Name stand in diesem Text gar nicht drin.“ Sollte es tatsächlich eine prüfungsrelevante Aufgabe sein, einen Autorennamen aus dem Text herauszuschreiben? Ich bin erschüttert, dass das der Anspruch ist, den wir an die Bildung unserer Jugend stellen.

Solvejg Jenssen, Greifswald Gefragt wurde nach dem Namen des Autors

Zum selben Thema: Ein Grammatikpatzer, der sich häufig findet, verbirgt sich im Beitrag von Antje Bernstein: „Gefragt wurde nach dem Namen eines Autoren,...“ Richtig wäre: „Gefragt wurde nach dem Namen eines Autors…“ Denn das Nomen „Autor“ gehört zu einer Mischklasse (wie auch „Doktor“, „Traktor“ usw.), deren Singular stark flektiert.

Prof. Dr. Lutz Hagestedt, Institut für

Germanistik der Universität Rostock

Da gibt es einen Augiasstall für Minister Brodkorb

Und letztmals zu Fehlern: Deutschfehler, und dann noch so viele, in Schulprüfungsaufgaben sind auch wahrlich kein Pappenstiel! Ich war bis 1999 Lehrer und hatte schon in den neunziger Jahren Grund, mich über schlampig und fehlerhaft formulierte Abituraufgaben zu beschweren. Das erschien mir damals symptomatisch für die Schwäche des neuen Bildungssystems. Schlimm und höchst peinlich ist es, dass so viele Jahre später noch üblere Fehler im Bildungsministerium durchgehen! Da gibt es einen Augiasstall zum Ausmisten für Minister Brodkorb! Die Ostsee-Zeitung selbst bemüht sich immer um guten Stil und fehlerfreies Deutsch, aber auch ihre Redakteure sollten noch öfter mal in den Duden gucken. Der Genitiv von Autor lautet des Autors, nicht des Autoren. Joachim Lange, Bad Doberan

Die Redaktion meint: Danke für die Hinweise. Sie haben natürlich recht.

Bundestag rettet Zypern — und wer rettet Volkswerft?

Zu „Bundestag sagt ‘Ja‘ zur Zypern-Rettung“ (OZ, 19.4.): Wieder einmal redet niemand über die Hintergründe. Zypern wird auch als größter Flugzeugträger (der Nato — die Red.) im Mittelmeer bezeichnet. Dieser muss natürlich erhalten werden. Außerdem gibt es große Erdgasvorkommen. Es ist immer das gleiche Szenarium: Die Banken, d.h. die Spekulanten, werden gerettet, die Bürger müssen bluten. Wer rettet denn die Stralsunder Volkswerft?

Uwe Jungnickel, Stralsund

Facebook vorn bei Kindern: viele Eltern schuld

Zu „Studie: Facebook ist bei Kindern die Nummer eins“ (OZ vom 17.4.): Vielleicht ist ein Großteil der Eltern selbst schuld: So lange es Eltern gibt, die ihre Kinder selbst bei Facebook anmelden — auch, wenn diese noch nicht 13 sind —, muss man sich nicht wundern, wenn Kinder sich auf Seiten tummeln, wo sie noch nicht hingehören.

Bärbel Hempel, Groß Mohrdorf/Hohendorf

OZ

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