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OZ-LESERBRIEFE

Leserbriefe OZ-LESERBRIEFE

Zu „Werften-Pleite: Sellering gibt erstmals Fehler zu“ (OZ, 22.4.): Die Titelstory liest sich wie ein schlechter Krimi. Wie unbedarft muss man eigentlich in Schwerin sein, wenn man trotz des Rücktritts des Chefsanierers wegen unvertretbar hoher Kosten von Wirtschaftsprüfern (hier KPMG) nicht in das Geschehen eingreift und auch noch dreistellige Millionenbeträge bezahlt, die man besser der Werft bereitgestellt hätte.

lt, die man besser der Werft bereitgestellt hätte. Und nun werden weitere Wirtschaftsprüfer bestellt, die wieder enorme Kosten in Rechnung stellen werden — und damit wird weiteres Geld zur Sanierung der Werften entzogen.

Wilfried Schneider, Wittenbeck Bildung als

Herzenssache?

„Die Mentalität im Land muss sich ändern“ (OZ, 20./21.4.): Peinlich zu behaupten, dass die Kommunen wegen angeblich 44 Prozent mehr Personal hochverschuldet sind. Bildungslücke, wenn diese Herren nicht wissen, dass in unserem Land eine mittlere Regierungsebene fehlt und diese Aufgaben dennoch erledigt werden müssen. Aber wo und wie? Peinlich zu sagen, dass Bildung Herzenssache der Landesregierung ist. Die Ergebnisse der Versäumnisse der letzten 20 Jahre sind nun nachhaltig im Ministerium angekommen (siehe Deutschprüfung). Unser Land benötigt kluge Leute. Bildung ist wichtigste Grundlage von Demokratie. Aber auch hier zunehmende braune Flächen.

Harry Klink, Bad Doberan

IHK — freiwillig und mit schlanker Verwaltung

Zu „Rostocker IHK-Chef unter Verdacht“ (OZ, 17.4.): Es ist nicht verwunderlich, wenn sich in solchen Körperschaften dubiose Zeitgenossen einnisten, die von dem Geschäftsmodell profitieren wollen.

Wenn man bei 80 Mitarbeitern auch noch Hauptgeschäftsführer wird, dann kann leicht das Gefühl aufkommen, dass einem mehr zusteht als nur das Gehalt. Viele Firmeninhaber fordern schon lange eine freiwillige IHK mit schlanker Verwaltung, ohne Wasserköpfe wie Hauptgeschäftsführer und Präsident.

Thomas Sternberg, Geschäftsführer der Wittower Windparkgesellschaft

Saubermänner muss man mit der Lupe suchen Zur Diskussion um die Steuersünder: Jeder, der mehr Geld hat, als er zum Leben braucht, legt es auf irgendeine Kante, auf dass es sich vermehre. Dafür gibt es viele legale Möglichkeiten. Hat einer einen richtigen Batzen, dann denkt er mit Sicherheit darüber nach, wo und auf welche Weise dieser Batzen möglichst schnell wachsen kann. Dabei entdeckt er zwangsläufig verlockende, aber eben illegale Möglichkeiten. Schließlich kann er nicht widerstehen und geht Risiken ein, verstößt dabei gegen das Steuerrecht, weil sein Drang nach mehr Wachstum alle Zweifel beiseite schiebt.

Der im Grundgesetz verankerte Leitgedanke, dass Vermögen verpflichtet, weil es zum Teil auch solidarisch sozialen Aufgaben der Gesamtgesellschaft dienen soll, wird ignoriert.

Am jüngsten Beispiel Hoeneß kann man wieder mal erkennen, dass man unter den Vermögenden einen Saubermann mit der Lupe suchen muss.

Hans Bremerkamp, Rostock

OZ

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