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Obama in Not

USA allein gegen Syrien? Obama in Not

Von Rüdiger Wenzel

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Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.“ An diesen Sinnspruch des römischen Staatsmannes Anicius Boëthius denkt US-Präsident Barack Obama vielleicht, wenn er jetzt vor der Entscheidung steht, den syrischen Machthaber Baschar al Assad für den Giftgas-Einsatz zu bestrafen. Hätte er doch geschwiegen an jenem Tag, an dem er den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien zur „roten Linie“ erklärte.

Jetzt ist Obama an seine Drohung gebunden. Handelt er nicht, setzt er die Rolle der USA als Großmacht aufs Spiel. Außerdem würde die internationale Ächtung von Chemiewaffen zur Farce.

Nach dem Nein des britischen Parlaments zu einem Militärschlag gegen Syrien ist Obama in Not: Er hat weder die Mehrheit der US-Bürger hinter sich noch den bisher treuesten Verbündeten an seiner Seite. Trotzdem muss er handeln — womöglich mit der Türkei als einzigem willigen Partner. Premier Tayyip Erdogan fordert aber mehr als eine Bestrafung, er will den Sturz Assads. Schlägt der gegen die Türkei zurück, droht ein Flächenbrand. Seite 4

 

OZ

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