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Kommentar Obama zeigt Zähne
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19:39 24.08.2014
Von Uwe Nesemann

Kraftvoll wie ein frischer Frühlingswind wehte die Botschaft über den Kontinent, drei Worte voller Hoffnung und Optimismus: „Yes, we can!“ rief Barack Obama Anhängern und Gegnern beim Amtsantritt 2009 entgegen, und alle Welt glaubte wie besoffen, dass nun ein Ruck gehe durch die mächtigste Nation der Erde. Inzwischen ist die Nation wieder nüchtern, und aus dem Überflieger Obama wurde ein ganz normaler Präsident, der erkennen musste, dass die Probleme dieser Welt nicht mit Träumen und Charisma zu bezwingen sind.

Jetzt hat Obama endgültig alle Beißhemmung verloren. Der Terrorismus sei ein Krebsgeschwür, das „ausgemerzt“ werden müsse, sagte er — nicht nur in der Wortwahl erinnert das an viele seiner ungeliebten Vorgänger.

Man mag sagen, dass Obama keine Wahl hatte, dass es höchste Zeit war, entmenschlicht vorgehenden Islamisten die Zähne zu zeigen. Und wahrscheinlich stimmt das sogar. Ein Beigeschmack aber bleibt:

Viele hatten geglaubt, der 44. Präsident der USA würde alles anders und vieles besser machen. Wieder nichts.

 

 



OZ

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