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00:00 18.04.2013

eitsvorkehrungen und Überwachungsmaßnahmen genügen oder ob das Land bei der Terrorabwehr nachlässig geworden ist. Auch stellt sich die bange Frage, ob Boston womöglich nur der Anfang einer neuartigen Kampagne von Anschlägen auf Menschenansammlungen war. Denn eines hat dieser Fall brutal vor Augen geführt: Auch wenn Amerikas Flughäfen und Regierungsgebäude heute besser geschützt sind als früher, gibt es weiterhin unzählige „weiche“ Ziele, die das Land verwundbar machen.

Dies lässt sich auch nicht grundlegend ändern, ohne den Aufwand ins Maßlose zu steigern und die sicherheitsbedingten Einschränkungen im öffentlichen Leben auf die Spitze zu treiben.

Kampf gegen Terror muss Bürgerrechte achten

„Libération“ (Paris): Der legitime Kampf gegen den Terror muss ohne Ausnahmegesetzgebung geführt werden, er darf das Gesetz nicht verletzen und muss die Bürgerrechte achten — selbst die Rechte jener, die Feinde der Freiheit sind. Es handelt sich um eine Frage der politischen Moral. Dies ist auch die einzige Art, mit den Terroristen fertig zu werden.

Hoffentlich bleibt Obama besonnen

„Der Standard“ (Wien): George W. Bush rief den „Krieg gegen den Terrorismus“ aus, so als ob sich gegen die Saat der Angst tatsächlich Krieg führen ließe. Unter Bushs Flagge wurden Freiheits- und Bürgerrechte der Menschen in Amerika und anderswo beschnitten. Die Sicherheit, die solche Maßnahmen vorgaukeln, gibt es nicht. Das hat Boston einmal mehr bewiesen — wer auch immer dahintersteckt. Und man muss hoffen, dass Barack Obama nach dem ersten blutigen Bombenattentat auf amerikanischem Boden nach beinahe zwölf Jahren besonnen bleibt.

Zur diesjährigen Rentenerhöhung

bemerken die Zeitungen:

Deutschland bleibt rentenrechtlich geteilt

„Frankfurter Allgemeine Zeitung“: Auch mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Deutschland rentenrechtlich geteilt, selten allerdings rückt diese Teilung so ins Bewusstsein wie in diesem Jahr. Sie ist gleichwohl noch gut begründet. Eine volle Angleichung käme die Rentenkasse und damit die Beitrags- und Steuerzahler teuer zu stehen, denn der Osten hat Nachholbedarf, auch wenn die tatsächlich gezahlten Renten und die aktuelle Anpassung anderes nahelegen. Ein im Osten erarbeiteter Rentenpunkt ist erst knapp 92 Prozent des westlichen wert.

Rentner sind seit Jahren Draufzahler

„Heilbronner Stimme“: Kluge Sozialpolitiker sprechen schon lange nicht mehr von Steigerungsraten, sondern kleinlaut von Anpassung. Denn Rentner sind seit Jahren Draufzahler. Aus Nullrunden und stufenweisen Anhebungen in homöopathischer Dosis hat sich eine bittere Tradition entwickelt, die zu einer schleichenden finanziellen Auszehrung führt. Inflation und steigende Beiträge in der Kranken- und Pflegeversicherung haben die Renten in der Zange. Der Kaufkraftverlust seit 2004: zehn Prozent.

OZ

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