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Kommentar Schönheits-Operationen in MV: Die Hemmschwelle sinkt
Mehr Meinung Kommentar Schönheits-Operationen in MV: Die Hemmschwelle sinkt
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12:08 11.01.2019
Rabea Osol kommentiert Schönheitsoperationen in öffentlichen Kliniken in MV. Quelle: Montage: Dpa / Frank Söllner
Rostock

Geliftete Gesichter und Botox-Lippen kennt man vor allem von der Prominenz aus dem Showgeschäft. Doch der Wunsch nach jugendlicher Schönheit beschäftigt nicht nur die High-Society.

So lässt sich zunehmend auch der Durchschnitts-Bürger für ein gutes Aussehen unters Messer legen. Etwa in einer Schönheitsklinik? Da ist die Hemmschwelle groß! Operiert wird stattdessen immer häufiger in öffentlichen Krankenhäusern. Das kennt man schließlich in der Regel schon, das Vertrauen zu den Ärzten ist bereits da. Ein „Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie“ wird aufgesucht, die ungeschützte Bezeichnung „Schönheitschirurg“ kann sich heute ja schließlich fast jeder geben.

Mit diesem Trend wächst nicht nur das Angebot der öffentlichen Kliniken, sondern auch die Akzeptanz ästhetischer Behandlungen in der Bevölkerung. Was früher belächelt wurde, wird nach und nach zur Normalität. Die Hemmschwelle gegenüber Operationen sinkt.

Schnell vergessen wird die Tatsache, dass jeder Eingriff eine Verletzung des Körpers ist. Mögliche Komplikationen, Infektionen oder Folgeschäden – all die Risiken, die damit einhergehen, finden immer weniger Beachtung. Patienten sollten sich aber unbedingt die Frage stellen, wie notwendig eine Behandlung wirklich ist. Rechtfertigt das ästhetische Ergebnis die Gefahren, denen sie sich auf dem Weg dahin aussetzen?

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Rabea Osol