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Kommentar Schrill: Weltmeisterschaft der Luftgitarristen
Mehr Meinung Kommentar Schrill: Weltmeisterschaft der Luftgitarristen
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00:00 26.08.2013
Gab alles: Der Amerikaner Justin Howard während seines Auftrittes bei der WM der Luftgitarrenspieler. Quelle: dpa

Tolle Kostüme und spektakuläre Auftritte: Im finnischen Oulu ist mal wieder die WM im Luftgitarrespielen ausgetragen worden. Und der Titel „Weltmeister der Luftgitarre 2013“ ging in die USA. Eric Melin alias „Mean Melin“ aus Kansas spielte das imaginäre Instrument so überzeugend, dass er beim Wettbewerb seine Konkurrenten aus zehn Ländern in den Schatten stellte. Auch den zweiten Platz belegte ein Amerikaner. Doug Stroock alias „The Thunder“ blieb nur 0,2 Punkte hinter Melin zurück. Der beste Deutsche, Daniel Oldemeier aus Paderborn in Nordrhein-Westfalen, kam auf Platz 11.

Bei der jährlichen Meisterschaft messen sich die Teilnehmer mit spektakulären Auftritten — ganz ohne Gitarre.

„Eric Melin ist ein wenig anders als die anderen“, sagte Hanna Jakku vom Organisationskomitee. „Er hat einen sauberen Stil: einfacher und klarer Rock. Das hat auch mir am besten gefallen.“ Die Musik für sein Solospiel habe er selbst komponiert. Als Preis bekam der Amerikaner, der wie der Foo-Fighters-Gitarrist Dave Grohl aussieht, eine transparente Gitarre aus Acryl.

Die Luftgitarrenweltmeisterschaft wurden zum ersten Mal 1996 ausgetragen. Was als Jux begann, lockte in diesem Jahr rund 7000 Menschen in die Stadt am Bottnischen Meerbusen, rund 600 Kilometer nördlich von Helsinki. Im Jahr 2011 gewann übrigens die 27-jährige Aline Westphal aus dem niedersächsischen Burgwedel die Luftgitarren-WM und holte den Titel als Erste nach Deutschland. Sie war 2008 über ein Seminar an der Uni Hildesheim zur Luftgitarre gekommen und arbeitet an einer Diplomarbeit über die Kulturgeschichte des „Instruments“.

Die Finnen messen sich gern in ungewöhnlichen Disziplinen. Auch im Gummistiefelweitwerfen, Moorfußball und Handywerfen gibt es internationale Wettbewerbe.

OZ

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