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Kommentar Seemannsgarn
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00:19 16.05.2018
Von Frank Pubantz

Ein großer Tanker ist schwer zu wenden, sagen Verantwortliche gern, wenn ihre Arbeit hinterfragt wird. Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) benutzte gestern dieses Bild. Beim Thema Digitalisierung ist der Tanker MV derzeit als Ruderboot im Flachwasser unterwegs, um in der maritimer Sprache zu bleiben, Asiaten oder Skandinavier sind dagegen längst auf großer Kreuzfahrt.

Schwesig, knapp ein Jahr im Amt, hat immerhin jetzt so etwas wie den Startschuss für eine Offensive in Sachen Digitalisierung gegeben. Ministerien arbeiten zusammen – sogar nach einem gemeinsamen Plan. Zeit wird’s. Denn MV ist im digitalen Wettlauf dramatisch abgehängt. Moderne Glasfaser gibt es nur im einstelligen Prozentbereich. Während anderswo digitale Arbeitsplätze in Unternehmen oder Lerninhalte an Schulen selbstverständlich sind, wartet der Nordosten auf die Verlegung von Kabeln. Genau zwei Jahre ist es her, dass die Regierung sich für das Abschöpfen von Bundesmillionen für den Breitbandausbau selbst lobte. Mindestens noch zwei Jahre soll die Umsetzung dauern. In hochtechnologisierten Zeiten eine Ewigkeit. Nun sollen 60 neue Millionen Euro gar eine „Digitale Agenda“ sein.

In der Seefahrt nennt man das wohl Seemannsgarn.

OZ

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