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Kommentar Teilzeitgerechtigkeit
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00:05 15.01.2015

Mit Statistiken ist das ja so eine Sache: Man liest immer das heraus, was einem passt. So freut sich Sozialministerin Birgit Hesse über eine gestiegene Beschäftigungsquote von Frauen in MV.

Gleichzeitig kritisieren die Gewerkschaften, dass immer mehr Frauen nur noch in Teilzeit arbeiten.

Beide haben für sich gesehen recht: Dass heute Frauen wieder zum großen Teil am Arbeitsleben teilnehmen, ist ein Beweis für eine gewachsene Kultur der Gleichberechtigung, die nach 1989 zeitweise unter die Räder gekommen war.

Andererseits sind Frauen im Job immer noch teils deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Viele können zudem nicht so viele Stunden arbeiten, wie sie gerne würden.

Hier ist noch viel zu tun: Wenn Frauen sich freiwillig für Teilzeit entscheiden können, weil es in ihre Lebensplanung passt, ist das für die Gesellschaft ein Fortschritt und bietet Frauen ein Stück Freiheit. Wenn sie aber keine volle Stelle bekommen, weil sie eben Frauen sind, muss die Politik handeln. Gleichberechtigung gibt es nun mal nicht in Teilzeit.



OZ

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