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Kommentar Totgesagte leben länger
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14:52 13.01.2018
Von Frank Pubantz

Der Mord an Mehmet Turgut 2004 in Rostock wirft neue Fragen auf. Das Bundesjustizminsterium räumt ein: Bereits 1998 habe es zwei Anschläge gegeben. Dass die Ermittler dies bis heute zurückhielten, ist ein Skandal. Die Nachricht gibt der Diskussion um einen möglichen Untersuchungsausschuss im Landtag zu Straftaten des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), der bundesweit zehn Menschen ermordet hat, neue Nahrung. Sie wirft ein weiteres Schlaglicht auf eine Kette von Ermittlungspannen nach Turguts Tod.

Ein Untersuchungsausschuss im Landtag wäre die richtige Konsequenz. Die Linke fordert dies seit Jahren, der zahnlose Unterausschuss stieß seit Beginn an Grenzen. Denn ihm fehlte die Macht von Ermittlern. Hinweise auf ein rechtsextremistisches Netzwerk rund um das NSU-Trio gibt es seit Jahren. Nur muss man sie auch ernst nehmen (wollen).

Peinlich: 14 Jahre nach dem Mord an Mehmet Turgut erklärt das Bundesjustizministerium immer noch seinen Bruder Yunus für tot. Diese Panne gab es schon vor Jahren, weil die Brüder einst ihre Pässe getauscht hatten. Man mag ein Gefühl dafür entwickeln, warum es Ermittlern in Deutschland nicht gelingt, die Hintergründe der NSU-Morde aufzuklären.

OZ

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