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Kommentar Tragischer Fall in Torgelow zeigt: Alle müssen aufmerksam bleiben
Mehr Meinung Kommentar Tragischer Fall in Torgelow zeigt: Alle müssen aufmerksam bleiben
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19:55 16.01.2019
Daniel Heidmann kommentiert den Tod eines Kindes in Torgelow. Quelle: Montage: Christopher Niemann / Frank Söllner
Rostock

In ihrem Alter sollte sie Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, doch die kleine Leonie wird all dies nicht mehr erleben. Die Sechsjährige aus Torgelow ist tot. Sie wurde vermutlich Opfer eines gewalttätigen Stiefvaters. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hat einen Haftbefehl gegen den Lebensgefährten der Mutter beantragt. Nur: Von ihm fehlt jede Spur. Der 27-Jährige ist seit Montag auf der Flucht vor der Polizei, die den Mann hat fliehen lassen.

Die Behörden hinterlassen keinen guten Eindruck. Die Flucht des Tatverdächtigen ist hochpeinlich und brachte Innenminister Lorenz Caffier in Rage. Doch auch das Jugendamt gerät in den Fokus. Denn der leibliche Vater von Leonie hatte bereits vor knapp einem Jahr Anzeige wegen Kindeswohlgefährdung gegen den Lebensgefährten seiner Ex-Partnerin erstattet. Das Amt ging der Sache nach – und sah keinen Anlass zum Handeln. Eine fatale Fehleinschätzung.

Der tragische Fall aus Vorpommern zeigt: In Sachen Kinderschutz sollten alle die Augen und Ohren offen halten. Nicht nur die Behörden, auch Familie, Nachbarn und Erzieher sind gefragt, müssen aufmerksam bleiben und den Mut haben, Auffälligkeiten zu melden. Kinder sind schutzbedürftig. Wegschauen könnte wie im Fall von Leonie tödlich enden.

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Daniel Heidmann

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