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Ungerecht ist nie glorreich

Ungerecht ist nie glorreich

Von Alexander Loew

Sport lebt vom Fair-Play. Milliarden von Menschen auf der Welt elektrisiert es, dass sich Athleten auf Augenhöhe begegnen. Dass die Besten unabhängig von Herkunft, Geld oder anderen Startvorteilen gewinnen können. Wie passt es da, wenn große Spiele durch Fehlentscheidungen immer noch unverdiente Sieger finden?

Die Ablehnung der Torlinientechnik ist hanebüchen. Sie hätte dem liebsten Sport der Deutschen Entscheidendes garantiert — mehr Gerechtigkeit. Beispiel Hoffenheim: Als Stefan Kießling von Bayer Leverkusen dort vor einem halben Jahr das Phantomtor erzielte, hatte das nichts Glorreiches, selbst wenn viel diskutiert wurde. Es war unwürdig. Alle Beteiligten behaupteten nichts richtig gesehen zu haben. Was für eine Eierei! Und Kießling, früher einer unserer besten Stürmer, bringt seit dem nervzehrenden Vorfall kaum noch Leistung. Die Technik hätte geholfen. Auch für Fußball-Romantiker ist sie in Wahrheit ein Gewinn: Die Entscheidungen fallen in Sekunden „direkt auf‘m Platz“. Ein Riesenpublikum fiebert mit, ob der Schiri recht hatte. Andere Sportarten wie Tennis oder Eishockey machen längst vor, wie viel Spaß das macht. Peinlich, dass König Fußball nicht endlich nachzieht.

 



OZ

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