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Verschlusssache Werftenhilfe Unprofessionell

Von Gerald Kleine Wördemann

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Quelle: Frank Söllner

Kein anderer Wirtschaftszweig erfreut sich im Nordosten über so viel Zuneigung wie die Werften. Es gibt gute Gründe, dem Schiffbau mit Millionen-Bürgschaften zu helfen. Banken haben sich aus der Bauzeitfinanzierung verabschiedet. Ohne den Steuerzahler als Bürgen haben die Werften keine Chance. Die Alternative wäre, dass eine ganze Industrie und Tausende Jobs verschwinden.

Deshalb sind Staatshilfen grundsätzlich in Ordnung. Das Land muss aber kontrollieren, was auf den Werften passiert. Genau das hat die Schweriner Landesregierung 2012 bei der Pleite der P+S-Werften in Wolgast und Stralsund versäumt. Folge: 270 Millionen Euro sind weg.

Jetzt bürgt das Land erneut für 150 Millionen Euro, diesmal für Nordic Yards. Die peinliche Geheimniskrämerei im Finanzausschuss stärkt nicht gerade das Vertrauen in die beteiligten Personen. Dabei hätte die Öffentlichkeit informiert werden können, ohne dass vertrauliche Unternehmensdetails ausgeplaudert werden. Das Vorgehen wirkt unprofessionell — und das lässt wenig Gutes für die Zukunft hoffen. Seite 1

OZ

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Schwerin/Wismar
Ende Februar: Nordic Yards beim Bau einer Offshore-Plattform für eine halbe Milliarde Euro. Zugleich wurde bekannt, dass das Unternehmen in Schwerin um Bürgschaften nachfragt.

Die rot-schwarze Regierungskoalition verweigert Informationen zur 150-Millionen-Bürgschaft für Nordic Yards.

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