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00:15 08.05.2018
Von Gerald Kleine Wördemann

Das Fischbrötchen gehört zum Ostseeurlaub dazu wie Strand und Möwen. Jedes Ferienziel ist mit bestimmten Gerichten verbunden. In München wird Weißwurst serviert, und in Frankreich schmecken uns Crêpes und Baguette viel besser als daheim. In Mecklenburg-Vorpommern sind die größten Fischfans nicht allein die Feriengäste: Fast nirgendwo anders in Deutschland wird pro Kopf so viel Fisch gegessen, das Angebot der Restaurants ist da noch nicht mal mit eingerechnet.

An der Ostseeküste kann man den Beschaffern des begehrten Produkts sogar bei der Arbeit zusehen. Knorrige Fischer und ihre malerischen Boote sorgen vielerorts dafür, dass alles noch ein bisschen romantischer ist.

Aber kaum ein Urlauber weiß, dass viele Fischer vor allem davon leben, dass ihr Produkt exportiert wird. Das Regionale und Ursprüngliche, für das sie stehen, stimmt eben nur zum Teil. Ihr Fisch landet unter anderem in Dänemark – und kommt mitunter als Rollmops zurück in die Ladenregale nach MV. Das ist eine Folge des durchoptimierten Einzelhandels, wo jedes Zehntel-Cent zählt. Als Konsument lässt sich das umgehen: Einfach zum kleinen Fischhändler um die Ecke gehen. Der weiß wenigstens, wo seine Ware gefangen wurde.

OZ

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