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Kommentar „Wer mehr Rente will, muss höhere Beiträge fordern“
Mehr Meinung Kommentar „Wer mehr Rente will, muss höhere Beiträge fordern“
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00:00 14.10.2017
Vor allem für die junge Generation gilt: Fürs Alter vorsorgen! Auch viele OZ-Leser halten es für ratsam, das Sparschwein „zu füttern“. Quelle: Foto: Oz/archiv
Schwerin

Das Phänomen der Ost-West-Wanderung nach der Wiedervereinigung hat sich abgeschwächt, ist aber weiter da. Viele junge Menschen bleiben in ihrer Heimat, leben und arbeiten nahe ihrem Geburtsort. Ein Wermutstropfen: Im Nordosten beträgt laut einer Studie die Rente der Jungen später durchschnittlich 855 Euro – damit ist sie deutlich niedriger als die ihrer Eltern. Die Elterngeneration erhält im Landesschnitt 997 Euro monatlich. Leser diskutieren auf der OZ-Facebook-Seite.

Anne Hausrath ängstigt der Gedanke an das Älterwerden. „Davon dann wollen Miete, Strom, Versicherungen und das Internet bezahlt werden. Vielleicht noch Medikamente und Tickets für den Nahverkehr. Am Ende kloppen wir uns um die Pfandflaschen.“ Dan Rachow fügt hinzu: „Das ist Deutschland, ein Land, in dem wir gern leben. So sagte es ja die Kanzlerin.“

Florian Peteka schildert seine Sicht: „Wenn man es stur sieht, kann man sagen, man bricht die Ausbildung ab, geht nicht arbeiten und hat am Ende das gleiche Ergebnis, wenn es so weitergeht.“

Auch Dieter Behr erinnert an die Worte der Kanzlerin. „Sie sagt in Talkshows dann gern: ,Wenn es nicht reicht, muss man privat vorsorgen.’ Der Leser bezeichnet die Aussage als „fernab jedweder Realität“. Dani Müller glaubt, dass die späteren Rentner mit den 855 Euro noch nicht einmal den Wert des Geldes erhalten werden, den es heute hat. Marie Saß ergänzt dazu: „Echt traurig, selbst wenn man die Inflationsrate vernachlässigt.“ Das reiche kaum zum Leben nach dem Arbeitsleben. Hier sei die Politik gefragt, lebenswerte Bedingungen nach dem Arbeitsleben in einem so reichen Land zu schaffen.

Teddy Neumann macht sich, wie er sagt, „keine Platte“. „Dann lebt man im Alter eben wie die Studenten in einer WG mit seinen Jugendfreunden zusammen. Oder man wandert nach Thailand, Bulgarien oder Paraguay aus und macht sich mit seinen 700 bis 1000 Euro ein richtig schönes Leben. Wer das nicht möchte, muss eben wirklich etwas für seine Altersvorsorge tun oder hoffen, dass Mutti und Vati einem was übrig lassen.“

Auch Peter Rüdiger Krause mahnt mehr Eigeninitiative an. „Mich fasziniert immer, dass viele die Rente für ein Geschenk des Staates halten. Wer mehr Rente will, muss höhere Beiträge fordern. Und wer will, dass es ihm überdurchschnittlich gut geht, der muss halt sparen. Das Schlaraffenland gibt es leider noch nicht.“ Norman Schade schreibt von der Drei-Säulen-Rente, die hierzulande bestehe. Und weiter: „Vom Staat allein ist’s vorbei.“ Lo Lothringen hält sich für sparsam und sagt: „Noch wichtiger ist die Gesundheit im Alter.

855 Euro Rente im Monat ist eine Menge Geld. Ich würde damit auskommen, weil ich minimalistisch lebe.“

Juliane Lange

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