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Kommentar Wie Robin Hood
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00:00 20.04.2013
Quelle: Frank Söllner

Fast nebenbei rutschte es Gregor Gysi gestern heraus. Die von den Linken in ihrem Umverteilungs-Wahlprogramm geforderte Bürgerversicherung würde die Krankenkassen-Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber kräftig senken. Dass die Linke sich für das Wohl von Unternehmern einsetzt, gilt fast als Tabubruch. Wo das Geld herkommt, dass sie laut Wahlprogramm kräftig abkassieren will, interessiert nicht weiter.

Dabei ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass die soziale Schere in den letzten Jahren weiter auseinander gegangen ist. Die Linke springt noch viel beherzter in jene Gerechtigkeitslücke, die von Union und Liberalen bestritten und die von SPD und Grünen eher halbherzig angegangen wird. Die Linke übernimmt die schlichte Rolle einer Robin-Hood-Partei: den Reichen nehmen, den Armen geben.

Damit könnte sie nicht nur so viele Proteststimmen sammeln, dass ihr Wiedereinzug in den Bundestag gesichert wird, sondern auch Rot-Grün verhindern. Der Union wiederum käme eine relativ stabile Linke auch nicht ganz ungelegen. Seite 4

OZ

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