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Wieder mal steht der Klub vor einem großen Scherbenhaufen.

Hansa — ein Bild des Jammers Wieder mal steht der Klub vor einem großen Scherbenhaufen.

Von Kai Rehberg

An Tiefpunkten hat es in der jüngeren Geschichte des FC Hansa bereits einige gegeben. Was sich aber am Mittwochabend in und um die Rostocker Arena abspielte, glich einem wahr gewordenen Albtraum. Ein schwarzer Tag, wie ihn der traditionsreiche Klub so noch nie erlebt hat.

Der FC Hansa im Jahr 2014 bietet ein Bild des Jammers. Die eigenen Fans werfen voller Zorn mit Steinen, Spieler und Zuschauer müssen von der Polizei geschützt werden. Sportlich ist der einstige „Stolz des Ostens“ längst in die Bedeutungslosigkeit abgestürzt. Mit dem unfassbaren Pokal-K.o. gegen ein Team von Freizeitkickern und der folgerichtigen Trainer-Entlassung erlebte der FCH ein Desaster ohnegleichen. Geradezu kläglich wurden in den vergangenen Wochen erst die Aufstiegschancen und nun auch noch die Teilnahme am DFB-Pokalwettbewerb in den Sand gesetzt. Der vor einem Dreivierteljahr gestartete Versuch eines Neuaufbaus ist nach kapitalen Fehlern auf dem Platz und Fehleinschätzungen der Verantwortlichen in den Kinderschuhen steckengeblieben.

Auch über das sportliche Tagesgeschehen hinaus war der Mittwochabend eine Katastrophe. Während der chronisch klamme Klub verzweifelt um einen Schuldenschnitt ringt, torpedieren die Angestellten auf dem Rasen mit ihren „Leistungen“ diese Bemühungen. Ihr Auftreten in den vergangenen Wochen war eine regelrechte Anti-Werbung für den Klub. Und der muss nun vielleicht noch um die Lizenz zittern. Denn die Lücke der fest eingeplanten 125 000 Euro Antrittsgeld für die Teilnahme am DFB-Pokal muss nun anderweitig geschlossen werden.

Zudem hat der Klub sein einstiges Image als „Leuchtturm des Nordens“ längst verspielt. In regelmäßigen Abständen jagt eine Krise die andere. Viele Sympathien sind dahin. Auch die randalierenden Fans trugen — bei allem verständlichen Zorn — dazu bei, dass der Verein den schlechten Ruf seiner Anhänger einfach nicht loswird.

Wieder mal schippert die Kogge in stürmischem Fahrwasser umher. Das Ziel, irgendwann wieder in der Bundesliga zu ankern, ist derzeit nicht mal am Horizont erkennbar. Sport

 



OZ

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