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Kommentar Wo bleibt der Nachwuchs?
Mehr Meinung Kommentar Wo bleibt der Nachwuchs?
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00:00 09.05.2017

Eine steile These ist das ohne Zweifel: Männer in Mecklenburg-Vorpommern sterben im Durchschnitt früher als in anderen Bundesländern, weil hier im Notfall die Wege zu Arzt oder Klinik besonders lang sind. Das widerspricht den gängigen Erklärungsmustern, nach denen Übergewicht, übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum sowie die Scheu vor regelmäßigen Arztbesuchen die Einwohnerschaft in MV vor ihrer statistisch erwartbaren Zeit aus dem Leben scheiden lässt.

Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Fakt ist, dass in vielen ländlichen Regionen akuter Hausärztemangel herrscht. Ganz zu schweigen von Facharztpraxen, die selbst in gut versorgten Zentren wie Rostock zum Teil völlig überlaufen sind. Auch die Krankenhäuser passen sich der demografischen Entwicklung an. Tausende Betten sind in den vergangenen 20 Jahren abgebaut worden. Es wäre schon recht erstaunlich, wenn das alles ohne Einfluss auf die statistische Lebenserwartung bleiben sollte.

Auch die Politik entdeckt das Thema Ärztemangel regelmäßig für sich. Zuletzt im Landtagswahlkampf im Herbst. Danach wurde es wieder still. Dabei muss dringend etwas geschehen, die Ärzteschaft ist überaltert, Nachwuchs ist rar.

OZ

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