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Leserbriefe AfD oder Euro?
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19:47 21.04.2013
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Rostock

reden zu können.

Dabei wird vergessen, dass es im

Bundesland der D-Mark auch schon

Arbeitslose sowie Wirtschaft- und

Finanzkrisen gab. Nur der Begriff

„Hartz IV“ benannt nach einem

korrupten Wirtschaftsmanager war

noch nicht allgegenwärtig.

Ich gewinne immer mehr den

Eindruck, dass sich die konservativen

Kräfte (alles kluge Leute) aus D-Mark

Zeiten, zurückgesetzt fühlen, weil ihr

Rat nicht mehr gefragt ist. Sie

möchten gerne wieder in

Spitzenpositionen kommen und ein

Wörtchen mitreden. Daher weht der

Wind, der zur Gründung der AfD

führte.

Ich habe mich an den Euro gewöhnt.

Ich brauche die D-Mark nicht zurück.

Das Grundübel der gegenwärtigen Zeit

ist nicht der Euro. Das Grundübel sind

die Politiker in den Euroländern. Der

Mensch entscheidet und nicht der

Euro. Das ist gegenwärtig der

springende Punkt. Wer die

Schuldenlast auf die unteren Schichten

abwälzt und die Oberen ungeschoren

davon kommen lässt muß damit

rechnen, dass er sich unbeliebt macht.

Vor allem auch deswegen, weil man

Milliarden in den Sand gesetzt hat,

Spanien insbesondere im

Immobilensektor. Über Griechenland

brauchen wird gar nicht zu reden.

Wenn Frau Dr. Merkel und

Finanzminister Herr Schäuble jetzt

versuchen, das Problem über die

Banken zu klären, dann sind sie auf

dem Holzweg. Es geht um den

Menschen und nicht um die Banken.

Es geht um Europa aber nicht um den

Machterhalt eines Finanzministers und

einer Bundeskanzlerin, die behaupten,

dass mit dem Euro auch Europa

untergehen würde. Europa wird es

immer geben. Aber ein Europa laut

Schengener - Abkommen ist mir

lieber als eine Bundesrepublik, die aus

dem Euroverband ausscheidet und

eingegrenzt von den anderen

europäischen Staaten dahin dümpelt.

Das ist eindeutig der falsche Weg.

Und noch eins. Wer Europa retten will

und vergisst, das es einen Vertrag von

Lissabon gibt in dem das

wirtschaftliche Zusammenwirken der

europäischen Staaten untereinander

durch die „No bail out Klausel“

geregelt wurde, der tut mir leid. Neue

Führungskräfte sind willkommen, aber

Führungskräfte, die nicht nur die

Banken füttern, sondern in

verantwortlicher Position dafür

sorgen, das mit den Milliarden die zur

Verfügung stehen kein Schindluder

getrieben wird. Dann, da bin ich mir

sicher, geht es in Europa wieder

voran.

Hartwig Niemann

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