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Leserbriefe „Aller Anfang ist, aber die Mühe lohnt sich“
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12:39 26.10.2018
Am Strand zwischen Juliusruh und Glowe auf der Insel Rügen liegt gesammelter Müll. Ihm sagt die EU den Kampf an. Quelle: STEFAN SAUER/DPA
Brüssel

In dieser Woche hat das EU-Parlament für ein Verbot von Wegwerf-Plastikprodukten gestimmt. Wattestäbchen, Trinkhalme und Einweggeschirr sollen künftig aus dem Verkehr gezogen werden. Das Zurückdrängen des Plastikmülls soll die Meere und die Gesundheit der Menschen schützen. Im nächsten Schritt werden sich nun die europäischen Umweltminister mit den Plastikverboten befassen. Wenn sie sich mit der EU-Kommission und dem Europaparlament verständigen, können die Verbote wie geplant 2021 in Kraft treten. Zahlreiche OZ-Leser zeigen sich offen gegenüber den Vorschlägen. Doch es gibt auch Kritik.

Henry Baumannn sagt: „Wattestäbchen und Trinkhalme, die unwichtigsten Sachen werden verboten, aber PET-Flaschen sowie abgepackte Wurst, Obst und Gemüse soll es weiterhin in Massen geben, was für eine Doppelmoral.“ Plastik solle gänzlich verschwinden, so der Leser. „Und zwar rigoros, alles andere ist genauso eine Lachnummer wie ein Fahrverbot für einen Diesel.“ Alexander Menzel meint daraufhin: „Irgendwo muss aber mal angesetzt werden. Es gibt nun mal kein radikales Schwarz und Weiß. Demnach brauch man ja auch nicht spenden, weil es sowieso immer irgendwo arme Menschen gibt.“ Uta Krause findet: „Man sollte zuerst bei den unnötigen Verpackungen in den Supermärkten anfangen.“

Philipp Zicker geht das Engagement nicht weit genug. Er glaubt nur an einen Erfolg, wenn es eine internationale Lösung gibt. Sein Kommentar: „Endlich! Die Welt ist gerettet! Während in Asien Millionen Tonnen selbstproduzierter und konsumierter Müll direkt in die Meere gekippt wird, verbietet die EU Wattestäbchen und Trinkröhrchen aus Plastik.“

Uta Wittrock ist dafür, das Plastikmüll eingespart wird. „Ging doch früher auch. Da gab es keine abgepackte Wurst beim Supermarkt, sondern immer Frischfleisch beim Schlachter. Nur wo sind die Schlachter in den Orten geblieben?“ Klaus Thoma erklärt: „Im Saarland gibt es einen Betrieb, der verkauft seine Ware in einer kompostierbaren Verpackung.“ Vielleicht ein Modell?

Heinz Zierke moniert: „Wir bezahlen für Produkte mit dem grünen Punkt unseren Obolus für die Widerverarbeitung der Sachen und dann finden wir den Abfall in den Meeren wieder.“ Marikka Kurzenberg hält fest: „Aus meiner Sicht sollten Plastikverpackungen aus dem Sortiment verschwinden. Ich frage mich ohnehin, wieso alles im Meer landet. Die Mengen, die an den Stränden anlanden, können doch nur ins Meer entsorgt worden sein, oder?“ Ulrike Wachsmuth empfindet die Entscheidung als richtungsweisend. „Ist sicherlich auf lange Sicht auch wichtig. Aber solange ich im Supermarkt mundgerecht geschnibbeltes Obst für zwischendurch bekomme oder für faule Menschen aufbereitetes Essen in Plastikschachteln kaufen kann, möchte ich nicht auf meine Wattestäbchen verzichten!“ Karen Rose- Kettner betont: „Aller Anfang ist schwer, aber ohne ihn kein Weg und kein Ziel. Ich finde es gut und sicher folgt noch mehr, auch auf anderen Kontinenten.“

Juliane Lange

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