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Betriebsverfassungsgesetz gebrochen

Dünenwald-Klinik Trasssenheide Betriebsverfassungsgesetz gebrochen

Joachim Wegner aus Trassenheide

Trassenheide. Als ehemaliges Betriebsratsmitglied der Dünenwald-Klinik Trassenheide möchte ich zu der Artikelserie Stellung nehmen:

Erstens ist der Betriebsrat der Dünenwald Klinik Trassenheide zu seiner erfolgreichen Tätigkeit zu beglückwünschen. Als Wächter der Einhaltung des Betriebsverfasssungsgesetzes, des Arbeitsrechts, des Arbeitszeitrechts und des Arbeitsschutzes hat der Betriebsrat seine Pflicht erfüllt. Alle die von Ihnen geschilderten Massnahmen seitens der Geschäftsführung der Dünenwald Klinik, soweit sie wie geschildert stattgefunden haben, stellen eine Behinderung der Betriebsratsarbeit dar, sind mit Recht vor das Arbeitsgericht gebracht worden und aus meiner Sicht zu ahnden. Die "Untaten" der Geschäftsführung der Dünenwald Klinik sind übrigens seit 2005 beim Arbeitsgericht in Stralsund aktenkundig.

Zweitens handelt es sich nicht um einen "Krieg" zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Was aus Ihrer Darstellung deutlich wird, ist, dass die Geschäftsführung der Dünenwald Klinik das Betriebsverfassungsgesetz gebrochen hat. Es gehört zum Wesen eines Unternehmens, dass dann Unternehmen und ein starker Betriebsrat zwangsläufig in einen Konflikt geraten.

Drittens macht sich gemäss Ihrer Schilderungen die Unfähigkeit der Geschäftsführung der Dünenwald Klinik dadurch deutlich, dass sie versucht, einmal Mitarbeiter und Betriebsrat, zum anderen Patienten und Betriebsrat gegeneinander auszuspielen. Das ist nicht nur widerwärtig, sondern auch ein Beleg für die Hilflosigkeit der Geschäftsführung.

Zusammenfassend wird klar: der Betriebsrat hat seine Pflichten gemäss des Betriebsverfassungsgesetzes erfüllt und die Missstände in der Klinik zur Sprache gebracht, was naturgemäss nicht nur dem Arbeitgeber in Trassenheide ein Dorn im Auge ist.

Der Mediclin-Konzern wäre gut beraten, wenn er in Zukunft einen Geschäftsführer und vor allem eine Rechtsberatung auswählt, die ihrer Aufgabe einer einvernehmlichen Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat gewachsen sind. Es kann nicht in einer Demokratie sein, dass der Unternehmer behauptet, er hätte allumfassende Freiheiten, den Lohn zu bestimmen, die Arbeitszeit zu bestimmen, den Urlaub zu bestimmen, das Familienleben zu bestimmen, das Leben des Arbeitnehmers zu bestimmen und der Arbeitnehmer hätte die Freiheit, Ja zu sagen.

Es ist Aufgabe der Geschäftsführung - auch in einer Reha-Klinik - dafür zu sorgen, dass demokratische Verhältnisse eingehalten werden.

 



Joachim Wegner

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