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Die "Undine" kommt ..... / Lokal 16.04.13

Rostock Die "Undine" kommt ..... / Lokal 16.04.13

Der heutige Artikel und das zugehörige Foto hat in mir Entsetzen hervorgerufen. Das Grundprinzip von Bestattungsfirmen ist eigentlich Pietät. Wenn man aber ein Bestattungsschiff anstelle des bekannten historischen Bäderschiffs gleichnamig benennt, dann ist das nicht nur pietätlos, sondern wird sowohl hinsichtlich seiner Bestimmung als auch seines Aussehens als ausgesprochene Provokation empfunden.

Rostock. n.

Was da jetzt als "Undine" avisiert wird, ist ein absolut häßlich konzipiertes Arbeitsschiff Typ "Tonnenleger", das als "Urnenversenker" dienen soll.

Natürlich, die Rentabilität wird stimmen bei den steigenden Friedhofspreisen.

Ich war selbst Seemann, aber wenn meine Urne ins Meer kommt, dann von einem Kutter, und nicht von so einem Kasten, der aussieht wie ein schwimmendes Krematorium.

Das 1910 hier bei "August Neptun" gebaute historische Bäderschiff dagegen liegt in Dresden-Laubegast zwar in Agonie,

aber noch ist es nicht tot!

Der Schiffsrumpf gammelt dort auch keineswegs vor sich hin.

Ich habe nachgefragt: er ist im Gegenteil sandgestrahlt und mit Rostschutzfarbe konserviert.

So "verrostet" sehen übrigens auch alle Rohbausektionen auf Neubauwerften aus!

Die historische "Undine" gewährte ein "Seebadschiff-feeling", das von keinem der vielen Neubauten auch nur annähernd erreicht wird.

Der Wiederaufbau, für den Fördermittel von 2,2 Mio Euro zugesagt und bis heute nicht widerrufen sind,könnte z.B. auf der heutigen Neptun-Werft realisiert werden und hier im Lande(nicht Polen) für zusätzliche Beschäftigung sorgen.

Selbstverständlich sollte für die Stadt sein, daß dem Schiff sein angestammter Liegeplatz am Kabutzenhof ob nun für Ausfahrten oder nur Besichtigungen dauerhaft und kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Die "eindrucksvolle Ausstellung von Bug- und Heckelementen" wäre dagegen ein dauerhaft beschämendes Denkmal für eine Stadt, die die Bezeichnung "Hansestadt" in ihrem Briefkopf führt.

Hubert Pietschmann

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