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Leserbriefe Die Unlogik der Polizei
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10:40 30.05.2013
Rostock

Es ist doch schon lange klar, dass mit den Einnahmen durch Bußgelder längst gerechnet wird. Egal, ob Blitzer oder Strafzettel. Aus sicherere Quelle weiß ich: Wird der geplante Betrag voraussichtlich nicht erreicht, werden die Damen und Herren nochmal öfter losgeschickt, um Parkplatzsünder zu rügen.

Aber das ist nun wohl der Höhepunkt der Heuchelei. Was ist der Zweck eines Blitzers? Er soll die Leute dazu bringen, sich an das Tempolimit zu halten. Oder etwa nicht, werte Polizei und Verkehrswacht?

Aus welchem Grund ich mich an das Tempo halte, ob nun durch den Blitzer, einer Strafe oder eine App, kann denen doch egal sein. Aber natürlich nicht, wenn denen dadurch Geld flöten geht.

Außerdem ist es ein offenes Geheimniss, dass im Schnitt zehn Kilometer die Stunde mehr gefahren wird als erlaubt. Kommt ein bekannter Blitzer, wird kurz verzögert und anschließend wieder auf die obligatorischen 10 Kilometer mehr beschleunigt.

Experten. Das ich nicht lache. Hier wird eindeutig impliziert, dass ihr gar nicht verhindern wollt, sondern nur abkassieren wollt.

Und übrigens: Diebe werden gewarnt. Denn auch hier gilt: Man will nicht darauf warten, dass was passiert und dann bestrafen. Schilder mit „Kasse wird täglich geleert“ gibt es nicht seit gestern.

Aber in Prävention war die Polizei noch nie gut und wird sie mit dieser Einstellung auch nie werden.

Robert Kriesch