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Leserbriefe Experte Hoffmann: Es herrscht Angst
Mehr Meinung Leserbriefe Experte Hoffmann: Es herrscht Angst
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17:48 30.08.2018
Roggentin

Die Wahrnehmung "Es herrscht Angst" wirft unweigerlich die Fragen auf: Wer hat Angst und nach dem wovor? Sind es wirklich einige Politiker, die mit ihrer Angst vor dem Tod an der Wahlurne politischen Selbstmord zu begehen, mit ihren politischen Äußerungen, die Bürger in den Rechtsradikalismus treiben? Hat der zaghafte Versuch der Abwendung einer unkontrollierten Masseneinwanderung einiger weniger Politiker letztendlich im weitest gehendem Sinn dazu geführt, dass 80 Prozent der Fördermittel im Kampf gegen Rechteextremismus raus geschmissenes Geld war?

Es ist unwidersprochen: Wir erleben einen Systemverfall aufgrund hilfloser und unfähiger Kommunikation. Unsere politischen Experten sollten jedoch die Frage nach den Gründen für den Systemverfall nicht unbeantwortet lassen. Wenn der Experte Frau Wagenknecht und andere Politiker als verbale Brandbeschleuniger bezichtigt und sie damit indirekt für die rechtsradikalen Übergriffe in Chemnitz mit den Jagdszenen in Deutschland mitverantwortlich macht, begibt er sich meiner Meinung nach, in die Nähe einer strafbaren Äußerung. Gleichzeitig gibt er Auskunft wer die Mitverantwortung für eine hilflose und unfähige Kommunikation trägt.

Vermutlich aus Angst der Autoren der Situation journalistisch nicht gerecht zu werden, wurden die unerträglichen Vorgänge in Chemnitz mit Jagdszenen in Deutschland reißerisch im Stil der Bildzeitung betitelt. Eine Nummer kleiner mit "Jagdszenen in Chemnitz" hätte dem Artikel gut getan. Der eigentliche Anlass in Chemnitz geht vermutlich aus Angst und Hass gegen Ausländer zu produzieren in dem Beitrag fast vollständig unter. Die Formulierung: "Während des Stadtfestes kommt es zum Streit, Messer werden gezückt", das hört sich fast nach einem harmlosen Volksfest an. Eine angemessene realistische Darstellung des Verbrechens wäre angemessen gewesen. Stellt sich nicht auch die Frage nach den beiden mit Messern verletzten Menschen und wie es ihnen gesundheitlich heute geht. Oder ist die unerträgliche Jagd von Rechtsradikalen auf scheinbare Ausländer höher zu bewerten.

Manfred Gütschow

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