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11:38 17.01.2015
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Keksdorf

Genau dieser selbsternannte Harry Behr soll laut des Buches "Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen" (C.H. Beck) vor einigen jahren am teilweise antisemitischen Buch "Gottes verfälschte Worte" mitgewirkt haben. Ebenfalls hatte er in einem Vortrag unter Berufung auf einen Koranvers Muslime daran erinnert, dass ihnen der Kampf befohlen sei "bis sich die Ungläubigen zum Koran bekehren" und dass dies den Grundzustand, nämlich den Krieg zwischen Muslimen und Ungläubigen, ausdrücke.

In diesem Zusammenhang ergänzte er, dass auf die Gläubigen eine Prüfung im Kampf gegen die vorherrschende Politik zukomme, die dem Dschihad entspreche: "die Erwartung des Todes im Einsatz für die Sache Allahs, die Erfahrung, dass man morgens auf dem Pfade Allahs auszieht in der sicheren Erwartung, vielleicht am Abend nicht mehr nach Hause zu kommen und schon bald bei seinem Schöpfer zu sein."

Desweiteren rief er zur Unterstützung (körperlich und finanziell) der Muslime im Bosnienkrieg auf: "Ohne Islam, ohne Dschihad - keine Hilfe von Allah, kein Sieg. Wenn euch Verpflichtungen daran hindern, mit der Waffe zu kämpfen, dann müsst ihr umso freigiebiger spenden, sozusagen als Ersatz".

Zwei Jahre später reichte Behr bei der Redaktion von Al-Islam das Gedicht eines Viertklässler ein. Der Titel des Gedichtes: "Meine Zukunft" – Text: "Ich möchte gerne Soldat werden. Im Islam ist der Beruf Soldat und Lehrer ein schwieriger Beruf. In Bosnien kämpfen die bosnischen Soldaten für Gott wir sagen Allah das ist Arabisch und heißt Gott".

Das ist also der "Islamexperte" der von der Barmherzigkeit des Korans spricht.



Hannes Baender

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