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Fußweg ist kein Fahrradweg!

Verkehrssicherheit Fußweg ist kein Fahrradweg!

Siegfried Kahl aus Wismar

Wismar. Im Wismarer Stadtteil Gartenstadt dient der Fußweg im Begonienweg auch als direkte Überfahrt zum Ein- und Ausparken auf den PKW-Stellplätzen vor den dort stehenden Reihenhäusern. Das Einparken erfolgt in der Regel zur Vermeidung von Lärm- und Geruchsbelästigung gegenüber jeweiligen den Nachbarn vorwärts auf das Grundstück.

Entgegen der Straßenverkehrsordnung wird dieser 2,50 m breite Fußweg jedoch auch von vielen erwachsenen Personen als Fahrradweg genutzt. Aufgrund der Breite mag das wohl auf den ersten Blick als „legal“ empfunden werden. Ist es aber nicht!

Jeder Bewohner dieser Reihenhäuser ist sensibilisiert, beim Überfahren des Fußweges besonders vorsichtig zu sein. Vor jedem Ausparken überzeuge ich mich daher, ob eventuell Kinder sich bereits in der Nähe aufhalten. Auch bei größter Vorsicht und bei nur schrittweisem Ausparken können Menschen (hier als Autofahrer) nicht gleichzeitig nach links und rechts sehen. Das Augenmerk richtet sich dann letztendlich in Richtung der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Wenn dann allerdings Erwachsene den Fußweg als Fahrradweg benutzen, dies dann noch in entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und unmittelbar in Nähe der Grundstücksgrenze, (also zusätzlich verdeckt durch andere parkende Autos und dadurch für den im Auto sitzenden Fahrer nicht erkennbar) dürfen sich nicht wundern in dem Fall in Bedrängnis zu geraten.

So am Mittwochnachmittag vor meinem Haus geschehen. Trotz vorsichtiger Fahrweise und Stopp zum Vergewissern, ob ein weiteres Ausparken möglich ist, wäre es fast eine Sekunde später zu einem Zusammenstoß mit einem solchen Fahrradfahrer gekommen. Reaktion des Fahrradfahrers: Entrüstende Blicke nach hinten nach dem Motto: „Pass doch auf du Deep, hast du mich nicht gesehen!?“ Antwort: NEIN ! Stattdessen sollte sich diese Person erst an seine eigene Nase fassen und über sein Fehlverhalten nachdenken. Es sollte jedem Fahrradfahrer (das ich bin auch) bewusst sein, dass man bedeuten schneller ist als ein Fußgänger. Ein Mensch kann in diesem Fall nur auf das reagieren, was er auch sieht. Das sollte besonders den Personen bewusst sein, welche auch bei Dunkelheit den Fußweg als Fahrradfahrer ohne entsprechende Beleuchtung nutzen.

Es kann keinem Bewohner der Reihenhäuser im Begonienweg unterstellt werden, sie würden Fahrradfahrer mutwillig über der „Haufen“ fahren wollen. Auf den damit anschließenden verbundenen „Stress“ wollen und können diese Bewohner gerne verzichten.

Für Personen, die jedoch ihr eigenes grob fahrlässiges Fehlverhalten gefährliche Situationen verursachen und diese dann anderen Personen zur Last legen wollen habe ich kein Verständnis. Das sie durch ihr Verhalten ihre eigene Gesundheit gefährden scheint diesen Personen nicht bewusst zu sein. Autofahrer haben nicht immer alleine Schuld.



Siegfried Kahl

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