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Leserbriefe Ich habe für die kleinen Schleckermäuler Süßes gebunkert“
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17:02 29.10.2018
Einmal schön gruseln: In schaurigen Kostümen feiern Kinder Halloween. Morgen können sich die Kleinen wieder verkleiden. Quelle: FOTO: ARNE DEDERT/DPA
Rostock

Süßes oder Saures: Was für die einen als beliebter Partyspaß daherkommt, ist für die anderen Unsitte: An Halloween scheiden sich die Geister. OZ-Leser führen eine entsprechend kontroverse Debatte. So fragt etwa Maria Kaissling: „Wozu sollte man dieses alte Fest aus der Keltenzeit feiern, bei dem auch noch ein Kind geopfert wurde, um die Geister der Verstorbenen zu besänftigen?“ Und weiter: „Wir konnten ja geradewegs zuschauen, wie uns dieser blöde Brauch aufgedrängt wurde – kommerziell bringt er wahrscheinlich viel.“ Kris Bo sieht es genauso: „Alles nur Kommerz. Dann sollte man lieber an den Reformationstag erinnern.“ Monika Dinse sagt: „Eigentlich ist es kein deutscher Brauch. Süßigkeiten wurden und werden zu Fastnacht gesammelt. Aber wenn die Kinder ihren Spaß haben, dann soll es so sein.“ Petra Sander erklärt: „Allerheiligen ist ein katholischer Festtag, an dem der Toten gedacht wird. Der Abend davor wird traditionell im katholischen Irland begangen und wurde von irischen Einwanderern nach Amerika gebracht.“

Vivian Olymp indes vertritt die Meinung: „Immer dieses ,Wir sind hier nicht in Amerika!’. Bräuche schwappen seit Jahrtausenden von einem zum nächsten Land über. Kein Land hat eine Kultur, die nur in seinem begrenzten Territorium entstanden ist. Kultur entwickelt sich immer und immer wieder neu und wird durch so viele Faktoren beeinflusst.“ So stellt die Leserin denn auch die Frage: „Was glaubt ihr, warum wir zu Silvester Raketen abschießen?“ Die Antwort: „Um böse Geister zu verjagen, damit wir ohne diese ins neue Jahr starten. Und wer hat das Feuerwerk erfunden? Die Chinesen. Wir sind ein bunt gemixtes Volk auf Erden und beeinflussen uns alle gegenseitig. Kindern gibt Halloween den Anlass, sich zu treffen.“ Zudem lockere es zugeknöpfte Nachbarschaftsverhältnisse auf. „Bei uns haben sich die Nachbarn immer gefreut. Wir haben uns ein eigenes Gedicht ausgedacht, um Süßigkeiten abzustauben.“ Birgit Rembold betont: „So gesehen dürften wir auch kein Weihnachten feiern: Jesus ist nicht in Deutschland geboren.“ Auch Rosi König findet: „Halloween ist klasse. Hier im Norden ist es eine schöne Gelegenheit für die Kinder, Süßigkeiten zu sammeln.“ Franziska Sülflow ist Christin und evangelisch, wie sie notiert. „Uns ist der Reformationstag wichtig. Und auch am Abend vor Allerheiligen haben wir viel Spaß. Dabei geht es uns nicht um alte Bräuche. Wir haben Spaß am Gruseln und Verkleiden. Das ist ein Fest für die ganze Familie.“ Olaf Jörk verspricht: „Ich habe Süßes für die kleinen Schleckermäuler gebunkert.“

Juliane Lange

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