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Leserbriefe „In ein paar Jahren wird es keine Arbeitslosigkeit mehr geben“
Mehr Meinung Leserbriefe „In ein paar Jahren wird es keine Arbeitslosigkeit mehr geben“
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12:25 31.10.2018
Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Im Oktober sank die Arbeitslosenquote auf 4,9 Prozent. Quelle: SEBASTIAN KAHNERT/Dpa
Nürnberg

Die Nachricht über die sinkenden Arbeitslosenzahlen in Deutschland beschäftigen die OZ-Leser. Sie nehmen die Veröffentlichung der Statistik auch zum Anlass, ihr eigenes Bild vom Zustand des Arbeitsmarktes zu zeichnen. Fest steht: Im Oktober waren rund 2,2 Millionen Menschen ohne Job. Dies ist der tiefste Oktoberstand seit der Wiedervereinigung.

Ato Gretzki schreibt zu den Umständen: „Es suchen landesweit Firmen nach Mitarbeitern. So eine große Auswahl war in den letzten Jahren selten auf dem Arbeitsmarkt zu sehen. Jobsuchende können sich sogar in verschiedenen Branchen die Firma aussuchen.“ Einzige Bedingung: „Der Jobsuchende muss es auch wollen.“ Rosemarie Kursatz Krüger blickt gen Zukunft und stellt fest: „Die Fachleute sind in Rente oder gehen in Rente.“ Und fast drei Jahrzehnte seien kaum neue Fachleute ausgebildet worden, meint die Leserin. „Und jetzt sind kaum noch welche da, die die Jugend ausbildet. Doch ohne Ausbildung bekommt man kaum einen gut bezahlten Job.“

Sandra Biegel merkt an: „Viele Jugendliche wollen sich aber auch die Hände nicht mehr schmutzig machen. Und eine Note vier in Deutsch und Mathe ist nun einmal schlecht, um beispielsweise einen Ausbildungsplatz in der Verwaltung zu bekommen.“ Christian Hehl ist überzeugt: „Die Statistiker belügen sich selbst. Es werden die Arbeitssuchenden in Maßnahmen gesteckt und dann wird behauptet, die Zahlen seien gesunken.“

Peter Schrader notiert zu Thema: „Die Ü-58-Jährigen sind nicht mehr in der Statistik und die, die sich in einem dreiwöchigen Lehrgang befinden, sind für drei Monate raus aus der Statistik.“ Jürgen Lehmann erklärt daraufhin: „Die sind alle in einer Statistik aufgeführt, jedoch nicht bei den Arbeitslosen. Ansonsten würde man die ja zweimal aufführen und doppelt zählen.“ So könne man sie beispielsweise nicht in der Bildungsmaßnahmenstatistik und Arbeitslosenstatistik gleichzeitig führen. „Und das würde die Statistiken tatsächlich verfälschen. Sie sind ja stets in einer der Statistiken aufgeführt. Diese Statistiken kann jeder addieren, wenn er eine absolute Zahl haben möchte. Für mich sind die jetzigen Statistiken viel aussagekräftiger, als wenn alle Arbeitsuchenden einfach in eine Statistik geworfen werden.“ Frank Damköhler betont: „Völlig normale demografisch bedingte Entwicklung. In etwa 15 bis 20 Jahren wird es theoretisch überhaupt keine Arbeitslosigkeit mehr geben – im Gegenteil. Also entweder kommt die Rente mit 70, oder es gibt eine deutliche Zuwanderung in den Arbeitsmarkt.“

Juliane Lange

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