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Leserbriefe Kontrolle kein Eingriff in künstlerische Freiheit
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08:18 15.03.2013
Rostock

Und nachdem die Bürgerschaft letzte Woche den Haushaltsentwurf 2013 der Stadt - und damit auch die Bestätigung der Wirtschaftspläne der städtischen Gesellschaften - platzen ließ, ist er auch der Vollzieher einer vorläufigen Haushaltsführung unter Aufsicht des Innenministeriums.

Grund genug um genauer auf die Ausgaben und Einnahmen des Volkstheaters zu schauen gibt es genug, die halbjährlichen sechs- bis siebenstelligen Nachforderungen der letzten Jahre sind der beste Beleg.

Und Intendant Leonard muß sich nicht nur fragen lassen, wie er künstlerische Freiheit definiert, sondern auch wie sein künstlerisches Programm zu einem stetigen Absinken der Einnahmen führen kann. Anscheinend will der OB wohl kaum festsetzen, welche Stücke gespielt, welche Regisseure gebunden oder wer das Bühnenbild erstellt. Aber die dabei fließenden Honorare und Gagen sind bei der finanziell extrem schwierigen Verfassung des Hauses schon zu hinterfragen.

Ein "Weiter so, Volkstheater" führt nur dazu, daß der Arbeitsauftrag der Bürgerschaft vom vorigen Mittwoch und das Ziel des OB, die Eigenständigkeit des Volkstheaters möglichst zu erhalten, keine Chance haben.

Frank Schröder