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Leserbriefe „Kunst darf niemals unterbunden werden“
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13:30 25.10.2018
Bauhaus Dessau: Hier sollte die Band Feine Sahne Fischfilet aus MV auftreten. Doch das Konzert wurde abgesagt. Quelle: Gabbert/dpa
Dessau/Rostock

Die Debatte um die Absage des Konzerts von Feine Sahne Fischfilet im Bauhaus Dessau geht weiter. So will der Berliner Künstler Clemens Krauss aus Protest Werke aus dem Bauhaus abziehen. „Eine Musikgruppe auszuladen, weil man Bedenken wegen möglicher Demonstrationen „rechter“ Gegner hat, halte ich nicht nur für falsch, sondern für ein Fanal“, erklärt Krauss. Und weiter: Eine Kulturinstitution dürfe Kunst nicht unterbinden, solange sie nicht nachgewiesenermaßen verfassungsfeindlich sei. Bauhaus-Chefin Claudia Perren hatte die Konzertabsage zuletzt verteidigt. „Es war nie mein Anliegen, die Freiheit der Kunst einzuschränken.“ Stattdessen habe sie Rechtsradikalen vor dem Bauhaus keine Plattform bieten und das Bauhausgebäude als Unesco-Weltkulturerbestätte schützen wollen. Auch beteiligen sich zahlreiche OZ-Leser an der rege geführten Diskussion. So notiert Passi Grüne: „Wenn Kunstvereine von einem Bündnis von lokalen Nazis, AfD und CDU eingeschüchtert werden, sollte das jeden interessieren.“ Und: „Wenn eine Band sich in Zeiten wie diese auch politisch engagiert, finde ich das gut. Feine Sahne Fischfilet kümmert sich um die Probleme in der Region mit Aktionen wie ,Noch nicht komplett im Arsch’ und dem Festival in Jarmen.“ Der Leser reagiert mit seiner Notiz auf Kommentare anderer Leser, wie etwa Andre Berger, der da schreibt: „Da ich fern der Heimat arbeite, halte ich mich gern über die Veröffentlichungen auf dem Laufenden, um nicht am Wochenende völlig ahnungslos zu sein. Warum allerdings gehäuft über diese ,Band’ berichtet wird, auch fernab derer musikalischen Tätigkeit, erschließt sich mir und auch einigen anderen nicht.“ Wolfgang G. Enseleit meint: „Die Absage war gut und richtig! Die Bauhaus-Chefin muss sich doch nicht dafür rechtfertigen.“ Birkhild Schönleiter ergänzt dazu: „Dieses Haus (Bauhaus Dessau, Anm. d. Red.) gehört zum Weltkulturerbe.“ Und Leser Sven Borkenhagen fragt: „Wozu muss man da Gründe für eine Absage geben? Es passt nicht und fertig.“

Oliver Porsche indes gibt zu bedenken: „Die AfD darf monatlich demonstrieren und die Gegenseite nicht mal ein Konzert geben. Interessante Entwicklung, Geschichte wiederholt sich.“ Bernd Sigel schreibt: „Nach wie vor bietet das Bauhaus keine Alternative zu dem abgesagten Konzert an. Das ist sehr kurzsichtig gedacht und eigentlich traurig.“

Juliane Lange

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