Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Leserbriefe Leser: „Es ist wichtig, dass die deutsche Geschichte Thema bleibt“
Mehr Meinung Leserbriefe Leser: „Es ist wichtig, dass die deutsche Geschichte Thema bleibt“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:41 24.10.2018
Ein leerer Klassenraum: An der Regionalen Schule in Waren haben zwei Schüler den „Hitlergruß“ gezeigt – sie sind suspendiert. Quelle: Dpa
Waren

Die Nachricht, dass zwei Schüler der Regionalen Schule in Waren (Mecklenburgische Seenplatte) den „Hitlergruß“ gezeigt haben, stieß unter den OZ-Lesern eine kontrovers geführte Debatte an. Die Schüler sind nach dem öffentlichen Zeigen des in Deutschland verbotenen „Hitlergrußes“ für drei Tage vom Unterricht suspendiert worden. Während der jüngere von beiden noch als schuldunfähig gilt, trifft das auf den älteren nicht mehr zu. Die Ermittlungen sind den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen.

Mathias Kohlhagen kommentiert dazu: „Und genau deshalb sollte jeder Jugendliche einmal in ein ehemaliges Vernichtungslager beziehungsweise KZ fahren und sehen, was damals passiert ist.“ Peter Maier schreibt: „Mag sein, dass es der Naivität geschuldet war. Mag sein, dass es der Unwissenheit geschuldet war. Mag sein, dass es wegen dem näheren Umfeld der Schüler verschuldet war. Trifft letzteres zu, werden die drei Tage schulfrei wohl auch noch hart gefeiert. Wir werden es nicht erfahren.“ Dirk Edlich setzt hinzu: „Es ist schon traurig. Die Kinder können allerdings nichts dafür. Oder anders gesagt, das Umfeld formt den Menschen. Es lohnt nicht, diese beiden an den Pranger zu stellen“, meint der Leser. Für geringe Intelligenz jemanden zu bestrafen sei schlicht der falsche Weg. Besser sei es, die Ursache zu bekämpfen, „nicht das Ergebnis!“ Holger Oppers ergänzt: „Diese Strafe ist total unsinnig. Pädagogisch sinnvoll wäre eine Einzelarbeit gewesen, die sich mit den Gräueltaten des Dritten Reichs beschäftigt.“ So hätten sich die Kinder mit dem Thema befassen müssen und die Chance gehabt, zu erkennen, welches Symbol sie gezeigt haben. „Nun haben sie drei Tage Urlaub und lassen sich von den anderen Schülern feiern.“ Karin Jennerjahn mahnt an: „Das zeigt, wie wichtig es ist, das deutsche Geschichte ausführlich und sachlich im Unterricht behandelt wird – insbesondere auch die Zeit des 1. und 2. Weltkrieges und danach, Ende des Krieges, Nürnberger Prozess und die Teilung Deutschlands.“ Das wäre so wichtig für das Umgehen mit unserer Geschichte, betont die Leserin. Und weiter: Sonst nütze auch ein fünfseitiger Aufsatz nichts. „Und es zeigt auch, dass diese Zeit nicht so verarbeitet wurde wie es sein sollte. Auch wenn immer wieder gesagt wird: ,Da war ich noch nicht geboren oder irgendwann muss mal Schluss sein’. Es ist leider notwendig.“ Robert Knock ist überzeugt: „Das Wichtige ist nicht die Suspendierung, die hier als so falsch bewertet wird, sondern die Anzeige. Jetzt wird das direkte Umfeld vom Jugendamt sondiert und wenn Mama und Papa es vorleben, kann von außen eingegriffen werden. Eine mutige Rektorin, aber das ist der richtige Weg den Kindern zu helfen.“

Juliane Lange

Leserbriefe Zahlreiche Einsendungen zur Ball-Verlosung - „Wir freuen uns auf eine atemberaubende Ballnacht“

Nachdem die OZ in der vergangenen Woche von ihren Lesern wissen wollte, warum sie der perfekten Gäste auf dem diesjährigen Landespresseball sind, haben sich viele Leser beworben. Drei Pärchen haben gewonnen.

23.10.2018

Vor der Landtagswahl in Hessen warnt Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel vor dem Ende der Volksparteien. Sie fordert dazu auf, ein Zeichen zu setzen, „für Zukunftsoffenheit, für Optimismus, für Mut“. Merkel fügte hinzu: „Mit Griesgram gewinnt man die Menschen nicht.“

22.10.2018
Leserbriefe Was Studienabbrecher bedenken müssen - 85 Prozent Studienabbrecher

Manfred Graß aus Rostock

22.10.2018