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Leserbriefe Gefährder oder mangelnden Kontrollen?
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09:12 15.05.2017
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Rostock

Herr Ebert identifiziert Mitbürger über 65 als Gefährder im Straßenverkehr. Was für eine Erkenntnis! Im gleichen Artikel erkennt er die Berthold-Brecht-Straße und die Maxim-Gorki-Straße als Unfallschwerpunkte. Was für eine Erkenntnis!

Dabei vergisst er die Theodor-Körner-Straße. In letzterer gilt seit Jahren Tempo 30, in der Maxim-Gorki seit einigen Wochen. In beiden Straßen gibt es Kindergärten und Schulen. Das Tempolimit interessiert so gut wie niemanden und einige Autofahrer meinen offensichtlich, die Zahlen auf den Schildern pauschal mit zwei multiplizieren zu müssen und ich bin davon überzeugt, dass dies nicht nur in diesen Tempo 30 Zonen der Fall ist.

Ich habe als Anwohner mehrmals meinem Unmut über die so gut wie nie stattfinden Kontrollen auf dem Revier in Lichtenhagen Luft gemacht. Antwort der Beamten: Wir wissen, dass die Tempolimits niemanden interessieren, haben aber keine Reserven in der Personalplanung, um intensiver zu kontrollieren. Ich frage mich, ob die Eltern über den Haufen gekachelter Kinder dieses Argument akzeptieren.

Für mich ist diese Unterlassung seitens der Behörden in Verbindung mit der Ignoranz der Tempolimits von vielen Verkehrsteilnehmern eine weitaus höhere Gefahr als Rentner am Steuer. Letztere halten sich in der Regel an Geschwindigkeitsbegrenzungen und gerade das macht sie mehr zu Gefährdeten als zu Gefährdern!

Ferner schleicht sich bei mir der Verdacht ein, dass bei Geschwindigkeitskontrollen eher kaufmännische Interessen der Standortauswahl zu Grunde liegen als Gefährdungslagen. Zu erwähnen wäre außerdem, dass der Verkehr in beiden Straßen aufgrund der anstehenden Bauarbeiten am Schutower Kreuz wohl noch zunehmen wird.

Zeit zum Handeln, Herr Ebert, wollen Sie doch die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten verringern! Ich nehme Sie beim Wort und werde zählen, wie oft Ihre Beamten in Zukunft dort mit Engagement versuchen werden, Unfälle zu vermeiden!

St. Saupe

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