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Leserbriefe Verurteilung wegen Totschlag?
Mehr Meinung Leserbriefe Verurteilung wegen Totschlag?
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14:35 07.06.2017
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Bernau

Wie ich das interpretiere, hat der Mann hat seine Frau mit acht Messerstichen abgeschlachtet und zugesehen, wie sie stirbt. Dabei hat er scheinbar niemanden an sie rangelassen, um ihr keine Hilfe zukommen zu lassen.

Ist so etwas Totschlag? Für mein Rechtsempfinden nicht.

Aber, um ein noch milderes Urteil zu fällen, könnte doch auch der Paragraph 227 StGB Körperverletzung mit Todesfolge angewendet werden:

(1) Verursacht der Täter durch die Körperverletzung (§§ 223 bis 226a) den Tod der verletzten Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.

(2) In minder schweren Fällen ist auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

Vielleicht wollte er ja gar nicht mit dem Messer zustechen und die Frau ist achtmal selber in das Messer gelaufen?

Freiheitsstrafe bis zwei Jahre kann zur Bewährung ausgesetzt werden. Bei einer "Traumatisierung" in diesem Fall sicherlich anwendbar.

Fakt ist: Der Mann hat seine Frau umgebracht und seinen noch lebenden Kindern die Mutter genommen.

Vor dem Gesetz sind alle gleich? Irrtum, man bekommt keine Gerechtigkeit, sondern ein Urteil.

Es ist abzuwarten, wie der Urteilsspruch der souveränen Richterin lautet.

Dirk Mahnke

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