Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Leserbriefe „Es ist fünf nach zwölf. Es muss ein Kohleausstieg her“
Mehr Meinung Leserbriefe „Es ist fünf nach zwölf. Es muss ein Kohleausstieg her“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:14 12.10.2018
Demonstranten zum Thema „Wald retten! Kohle stoppen!“ gegen die Rodungspläne von RWE für den Hambacher Wald Quelle: Christophe Gateau/dpa
Berlin

Die Grünen fordern den raschen Kohleausstieg – trotz drohender Arbeitsplatzverluste. Die unterschiedliche Interessenslage spiegelt sich auch unter OZ-Lesern wider. Thomas Hupka sagt: „Atomkraft nein, Kohle nein!“ Er fragt: „Soll das Land mit Windrädern zugepflastert werden?“ Sabina Purfürst setzt hinzu, dass „nur leider die Technik (Stromtrassen und Speicherkapazität) noch überhaupt nicht ausgereift“ sei. „Genau wie mit den E-Autos. Die Dinger fahren 140 Kilometer und dann kannst du dir eine Steckdose suchen. Stell dir vor, alle wollten jetzt so ein Auto, wo soll denn der Strom dafür herkommen? Es müssten vor jedem Haus, mindestens zwei Stromzapfstellen stehen.“ Eberhard Kalus meint: „Wenn man bedenkt, das nach dem Ausstieg immer noch 30 Prozent durch Kernenergie bereitgestellt werden muss, dann ist ein schneller Ausstieg wohl nur im Interesse von wenigen.“ Marek Lettnin schreibt: „Anders wird es nicht funktionieren. In den stillgelegten Kohlekraftwerken sind auch Jobs verloren gegangen oder in den Kohleminen. An anderer Stelle entstehen neue Jobs, Windkraft, Solar und so weiter. So wird es immer sein. Dass Jobs verschwinden und neue entstehen.“ Ralf Meiners ergänzt: „Erst wenn der letzte Baum gefällt worden ist und der letzte Fisch gefangen wurde, wird man verstehen, dass man Geld nicht essen kann.“ Burglinde Bölke meint: „Es gibt keine Verluste, nur Gewinn, da sich sowieso einiges in der Lebenseinstellung in puncto Recourcen und Freisetzung von Arbeitszeit und Arbeitskraft ändern muss und wird.“ Petra Sander fragt: „Wie viele Arbeitsplätze sind Anfang der 90er Jahre innerhalb kürzester Zeit in MV abgebaut worden? Und seit wie vielen Jahren wird über den Kohle-Ausstieg diskutiert?“ Irene Heller betont: „Irgendwann muss es sein.“

Ronny Herbst schickt voran, er sei kein Fan der Grünen, um dann zu erklären: „Und mit dem, was ich jetzt sage, werde ich bestimmt viel Unmut ernten. Dessen bin ich mir bewusst. Aber wir dürfen, so leid es mir tut, keine Rücksicht auf Jobs bei der Rettung der Erde nehmen. Es ist längst fünf nach zwölf. Und wenn wir die Klimaerwärmung nicht stoppen oder zumindest verlangsamen, werden nachfolgende Generationen nicht mehr lange auf diesem wunderschönen Planeten leben können. Der Sommer in diesem Jahr dürfte wohl Beweis genug sein. Es muss ein Kohle- und Atomausstieg her.“ Karel Beitz sagt: „Natürlich gehen Arbeitsplätze verloren, aber deswegen verpesten wir mit den Kohlekraftwerken lieber weiter die Umwelt und versauen unseren Kindern die Lebensgrundlage?“

Weiterlesen: Kraftwerk in Rostock: Wie gefährlich sind Rauchwolken?

Juliane Lange

OZ-Leser debattieren kontrovers zum Umgang mit der AfD. Lehrerverbände werfen ihr vor mit der „Initiative neutrale Schule“ Schulkinder zum Spitzeldienst aufzufordern.

12.10.2018

Der Mangel an Pädagogen hat auch MV erreicht: Das Bildungsministerium in Schwerin geht im Zeitraum von 2015 bis 2030 von einem Einstellungsbedarf von insgesamt 1531 Lehrern aus – nur für die Grundschulen im Land. Der Grund: Eine überwiegende Mehrheit der Lehrer geht in den kommenden 15 Jahren in den Ruhestand.

08.10.2018
Leserbriefe Binzer Gästekarte für 3,90 Euro? - Welchen Sinn macht diese Umbenennung

Christian Schmidt aus Sassnitz

08.10.2018