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Leserbriefe „Zahlt dem Nachwuchs bessere Löhne“
Mehr Meinung Leserbriefe „Zahlt dem Nachwuchs bessere Löhne“
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13:34 03.12.2018
Trainingszentrum für den Polizei-Nachwuchs in Güstrow: Das Land stockt die Werbemittel zur Rekrutierung von Bewerbern auf. Quelle: Frank Söllner
Güstrow

Die Landesregierung von MV hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Nachwuchskräfte für die Polizei zu gewinnen. So sollen die Werbemittel zur Rekrutierung des Nachwuchses im kommenden Jahr aufgestockt werden – von derzeit 170 000 Euro auf dann 185 000 Euro. Angesichts der anhaltend hohen Fachkräftenachfrage gestaltet sich die Suche nach geeigneten Bewerbern schwierig. Laut Innenministerium bewarben sich in diesem Jahr 1816 junge Frauen und Männer für einen der mehr als 300 Plätze in der Polizeiausbildung. Vor zehn Jahren habe es bei 120 Ausbildungsplätzen noch mehr als 3000 Bewerber gegeben.

Ella Kosch schreibt: „Dann verstehe ich nicht, dass man Bewerber wegen eines fehlenden Schwimmabzeichens (und zwar das für Fortgeschrittene) zur Prüfung ablehnt. Denen, die motiviert sind, sollte man nicht noch Steine in den Weg legen, sondern sie zusätzlich motivieren.“ Peter Stuhr notiert kurz: „Bezahlt die Leute vernünftig, das ist Werbung genug.“

Karl Schmidt meint: „Guten Leuten muss man eben auch Gutes bieten. Wenn man sich zum Beispiel anschaut, dass in einigen Bundesländern (unter anderem das Nachbarland Schleswig-Holstein) der Berufseinstieg im mittleren Dienst als Polizeiobermeister beginnt, während in MV viele Polizisten nach mehr als 20- 25 Dienstjahren in eben diesem Dienstgrad sich befinden, dann muss man sich nicht wundern. In wieder anderen Bundesländern gibt es den mittleren Dienst gar nicht mehr, da beginnt der Einstieg als Kommissar, was natürlich auch eine dementsprechende höhere Besoldung mit sich bringt. Von den vielen gesellschaftlichen Problemfeldern, die die Polizei jeden Tag zu bewältigen hat, wollen wir gar nicht erst sprechen.“ Denny Galinat indes glaubt, dass es allgemein schwieriger geworden sei, junge Leute für etwas zu begeistern. Egal ob für den Polizeidienst oder beispielsweise fürs Handwerk.“ Sieglinde Forstmann fragt entsetzt: „Mehr Geld für Werbung? Bessere Bezahlung wäre wohl angebrachter. Und dafür sorgen, dass es immer wieder deutlich wird, das es nicht unsere Polizisten sind, die die Buhmänner sind.“ Michael Friedrich fügt hinzu: „Da man als Polizist eben Lieblingsbuhmann für so ziemlich alle anderen ist, überrascht das jetzt nicht wirklich.“ Karl Maier wundert sich: „Nun hat die Jugend die Möglichkeit auf legale Art, was zu verändern und das will sie auch nicht – bleibt Hartz IV, da braucht man keine Ausbildung.“

Juliane Lange

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