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Leserbriefe „Ostalgie“ ?
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12:44 16.03.2013
Rostock

inne ich immer

mehr den Eindruck, dass das so

gewollt ist.

Aus meiner Sicht ist nicht der Standort

entscheidend sondern ein

erfolgreiches Management und

Marketing, das ganzjährig zum tragen

kommt. Das aber wird ein schwieriges

Unternehmen.

Ich werde den Eindruck nicht los, dass

die Verwirklichung eines erfolgreichen

Nachnutzungskonzeptes vielfach von

„Ostalgie“ überdeckt wird und aus

diesen Gründen bisher nicht

gegenständlich wurde.

Bestimmte Lebensweisen aus dem

40jährigen Alltagsgeschehen in der

DDR lassen sich aber nicht so einfach

unter den Tisch kehren.

Diese historischen Empfindungen in

ein Nachnutzungskonzept

einzubringen sind aber erforderlich.

Die ehemalige DDR ist ja zum

Museum mutiert. Was spricht also

dagegen sachlich und konkret über

die Vergangenheit der DDR im

musealen Bereich wirksam zu werden.

Das empfinden wohl diejenigen am

notwendigsten die 40 Jahre in der

DDR gelebt haben.

Ich erinnere diesbezüglich nur an die

Zeit eines erfolgreichen Schiffbaues in

der DDR die gegenwärtig noch durch

die Präsenz des Traditionsschiffes

gewürdigt wird.

Ich erinnere weiterhin an die DDR

Hochseefischerei und an die DDR

Handelsflotte. Das sollten

Dauerthemen der Ausstellung bleiben

und im Nachnutzungskonzept

verankert werden.

Dabei spielen die politischen Ursachen

zum Untergang dieser erfolgreichen

Entwicklung in der DDR eine

besondere Rolle die schonungslos

aber historisch sachlich offen gelegt

werden sollten ohne dabei in

Hasstiraden zu verfallen.

Die Erreichbarkeit dieses Geländes

dürfte nicht das Problem sein.

Das Problem liegt an einer anderen

Stelle. Wer zum Beispiel 40 Jahre nie

in der DDR gelebt hat der hat auch

kein persönliches Interesse daran

„Ostalgie“ zu fördern.

Hartwig Niemann