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Mangelhafte Vorarbeit

Die Ex-Landrätin und Block V von Prora Mangelhafte Vorarbeit

Es ist richtig, dass Kerstin Kassner öffentlich die Stimme gegen die Entgeschichtlichung des Ortes Prora erhebt.

Berlin. Es ist richtig, dass Kerstin Kassner öffentlich die Stimme gegen die Entgeschichtlichung des Ortes Prora erhebt. Verwunderlich ist es, dass sie es erst nach einer deutschlandweiten dpa-Berichterstattung tut.

Als Vorsitzende des Prora-Zentrum e.V. dürften ihr die Pläne des Verkaufs seit längerem bekannt sein. Dass das Bildungszentrum bis heute nicht zustande gekommen ist, liegt entscheidend in der Vorarbeit des damaligen Landkreises Rügen begründet. Ein tragfähiges Konzept wurde nicht entwickelt, Gelder nicht eingeplant oder eingeworben.

Die Jugendherberge entstand bewusst ohne authentische Spuren der Ausbau- und Nutzungszeit in der DDR. Schon damals wurde der Ort zur Auseinandersetzung mit der Geschichte nach nebenan ausgelagert. Landrat Drescher überzeugte diese Vorarbeit offenbar nicht.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Museumsbetreiber endlich zusammenfinden (wozu auch das so wertvolle NVA-Museum der KulturKunststatt gehört), um endlich einen angemessenen Bildungsort einzufordern - ein Ort, der die geschichtliche Entwicklung Proras und die Lebensentwürfe zigtausender Menschen der damaligen DDR ernst nimmt.

Der Block ist in seiner Authentizität (das ist vor allem das DDR-Antlitz)zu erhalten! Hier sind Kreis, Land und Bund gefordert. www.denk-mal-prora.de



Stefan Wolter

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