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Leserbriefe Sollbruchstellen
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15:31 21.03.2013
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Rostock

Grünen dieses leidigen Problems, der eingebauten Sollbruchstellen in den Produkten und Waren der Industrie annehmen, aber warum erst jetzt?

Diese Tatsachen sind eigentlich jedem Verbraucher bekannt.

Den Ostdeutschen spätestens seit der Überschwemmung ihrer Heimat, mit den bunten und glänzenden Produkten des "Goldenen Westens".

Eigentlich ist diese Verfahrensweise der Wirtschaft, nur eine konsequente Verwirklichung des Grundanliegens jeglicher Produktion im Kapitalismus.

Dieses Grundanliegen ist nämlich nicht in erster Linie die Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen, sondern es ist die Gewinnung, Überredung und Werbung von Kunden, zur Erlangung von Maximalprofiten um jeden Preis.

Dass da der viel und gern von den Politischen,- und Branchenvertretern zitierte Ehrenkodex des "ehrlichen Kaufmannes", zwangsläufig auf der Strecke bleiben muss, ist selbstverständlich und vor allem darin begründet.

Der Ratschlag des OZ-Kommentators Bernhard Schmidtbauer, Zitat:"Dagegen hilft nur ein gesundes Misstrauen: Kunden sollten sich vorm Kauf genau informieren, das Kleingedruckte lesen - und superbillige Produkte vermeiden", Ende des Zitats, ist da wohl etwas billig und blauäugig.

Wie wäre es mit angewendeten, vorhandenen Gesetzen gegen Betrug?

Die Betrüger werden weder im "Kleingedruckten", noch in sonstigen Informationen, auf die gewollte und beabsichtigte Havarie des Produkts hinweisen, noch ist jemandem damit geholfen der ein billigeres Produkt, aus mangelhaften finanziellen Möglichkeiten heraus erwerben muss, wenn sein Erwerb sich als Betrug heraus stellt. Für den ist auch der Verlust eines niedrigen Preises, ein hoher Verlust.

Betrug ist Betrug.

Herbert Stekla

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