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Leserbriefe Wegen des Geldes und der Ehre vom 05.07.2018
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12:02 28.07.2018
Zierow

Sehr geehrter Herr Prochnow,

ich habe Ihren o. g. Artikel mit Interesse gelesen und er lässt mich nicht los, da er in meinen Augen ein Grunddilemma unserer Gesellschaft im Umgang mit rechtsradikaler Gewalt zeigt. Nämlich die klammheimliche Faszination der deutschen Journalisten- Mittelschicht.

Ich denke, dass bei Ihrer Romantisierung der nationalsozialistischen und kriminellen Adrenalinjunkie-Outlaw-Existenz Herrn Schlaffers keine der wesentlichen Fragen gestellt wurde. Zum Beispiel die nach seiner tatsächlichen Einstellung heute, da er doch den Aussagen nach das Milieu nur auf Grund des extremen Drucks und der schlechten beruflichen Perspektiven verlassen hat. Wie geht es den Frauen heute, die sich für ihn prostituiert haben? Wie viele von denen sind als Opfer von Menschenhändlern auf der Straße verreckt? Wie verwandt ist der Slogan "Geld und Ehre" mit "Blut und Ehre"? Wie geht es den anderen Opfern der rechtsradikal motivierten Gewalt des Werwolfs? Hat Herr Schlaffer Kontakt zu seinen Opfern? Ist in seinen Selbstinszenierungen nicht auch eine Verherrlichung der archaischen Strukturen erkennbar, der gestandene Journalisten erliegen und die jetzt in gezielten Dosen in die Herzen pubertierender Jugendlicher geträufelt werden? Ich glaube, Herr Schlaffer ist intelligent genug dafür.

Ich glaube, Sie sind Herrn Schlaffer komplett in die Falle gegangen und haben unserer im Vergleich doch so langweiligen demokratischen Grundverfassung einen schlechten Dienst erwiesen.

Franz-Josef Boge

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