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Leserbriefe „Wie viele LKW-Fahrer sind dazu befragt worden?“
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15:35 04.12.2018
Abgestellte Lastwagen stehen auf einer Raststätte. Die EU will die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kraftfahrer verbessern. Quelle: Arnulf Stoffel/dpa
Brüssel

Die Lebens- und Arbeitsbedingungen von etwa zwei Millionen Kraftfahrern in Europa verbessern, darum bemühen sich derzeit die EU-Verkehrsminister. Der Plan sieht unter anderem ein „absolutes Kabinenschlafverbot“ vor. Nach ersten Irritationen solle dies aber nur für die wöchentliche Ruhezeit gelten, nicht für die Übernachtung nach einer regulären Schicht. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Fahrer ihre wöchentliche Ruhezeit nicht mehr in ihren Führerhäusern verbringen und eben jene Beschlüsse die Fuhrunternehmer offenbar verpflichten sollen, Unterkünfte für ihre Fahrer zu bezahlen.

Die Verkehrsminister versprechen sich von ihrer konzertierten Offensive, das Sozialdumping und unlauteren Wettbewerb innerhalb der Branche zu bekämpfen. Zudem würden die Missstände auf überfüllten Autobahnparkplätzen ebenfalls beseitigt.

Zu dem Thema melden sich zahlreiche OZ-Leser zu Wort, die größtenteils verwundert fragen, wie durchdacht diese Aktion sei.

Ariane Roloff stellt jene Frage dazu: „Ja wo sollen die Fahrer denn dann schlafen? Im Zelt? Oder im faltbaren Wohnwagen?“ Mark Antonius Pfennig ergänzt: „Und jeder hängt sich an seinen 40-Tonner noch einen Wohnanhänger ran? Klingt nach viel Spaß.“ Auch Maik Riewoldt macht sich entsprechende Gedanken: „Also damit ich es mal verstehe. Die Fahrer sollen nicht mehr im LKW schlafen, weil die Autobahnparkplätze völlig überlastet sind. Wenn sie dann im Hotel übernachten, lösen sich dann die Fahrzeuge über Nacht in Luft auf? Verstehe ich das richtig?“ Robert Olschewski vermutet: „So weit hat die Politik noch nicht gedacht.“ Thomas Wiegand wirft die Frage auf: „Wie viele der Betroffenen sind denn da gefragt worden? Ob man sich die Erfahrungen der Trucker erst mal eingeholt hätte?“

Hendrik Jöhnk findet: „Das Schlafen im Auto ist doch vertretbar, viel wichtiger aber wären doch anständige Toi­­letten und Waschräume, dort, wo man nachts steht. Dazu noch ein Aufenthaltsraum mit Kochgelegenheit und idealerweise eine so gute Bezahlung, dass man sich ein Essen im Rasthof leisten kann.“ Philipp Zicker sagt, er finde die Idee „im Prinzip gut, aber über die Umsetzung und die Folgen für die Speditionen hat sich in Brüssel sicher wieder niemand Gedanken gemacht.“ Sebastian Peter hält fest: „Für die Blitzmerker: Wie viele der Hotels, in denen die Fahrer künftig übernachten sollen, stehen wohl direkt an Autobahnrastplätzen?“

Juliane Lange

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