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Leserbriefe „Wir sollten keine Angst vor den Ideen junger Menschen haben“
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18:50 05.11.2018
Jung und dynamisch: Mahmut Marik (22), Kim Steve Tkocz (19), Luca Piwodda (19) und Tristan Bania (20) bilden den Vorstand der neugegründeten Partei FPA Quelle: Anne Ziebarth
Greifswald

Politik polarisiert wieder – nicht zuletzt seit Trump und Brexit. Immer mehr junge Menschen engagieren sich politisch, mischen sich ein, wollen ihre Zukunft mitgestalten. So auch mehrere Studenten aus Greifswald, die ihre eigene Partei gründeten. Sie firmiert unter dem Namen „Freiparlamentarische Allianz (FPA)“ und ist links vom Zentrum einzuordnen. Vorstandsmitglied Luca Piwodda erklärt. „Wir wollen im Gegensatz zu den etablierten Parteien eben auch außerhalb des Parlamentes für die Menschen da sein“, sagt der 19-Jährige. „Viel soll über Arbeitsgemeinschaften und direkte Beteiligung funktionieren. Das wollten wir mit dem Namen zum Ausdruck bringen.“ Die politische Gruppierung setzt sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen, Abrüstung und Volksabstimmungen ein. Unter OZ-Lesern hat die Gründung eine kontrovers geführte Debatte ausgelöst.

Karin Jennerjahn findet: „Irgendwie erinnert viel an die linke Sammelbewegung ,Aufstehen’. Haben die Jungs da gestöbert und daraufhin eine Partei gegründet? Ihre Themen sind ja nicht neu.“

Thomas Wagenbrenner meint: „Die sollen erst mal ihre Schule beenden, einen vernünftigen Beruf erlernen und arbeiten. Danach können sie in die Politik gehen. So geht der Lebensweg. Sie sollten nicht schon in den jungen Jahren dem Steuerzahler auf der Tasche liegen.“ Carsten Bürger moniert daraufhin: „Genau, überlasst die Politik den Alten, die aufgrund ihres Altersstarsinns total verschlossen für Neues sind. Das nützt bestimmt allen was.“ Und Holger Witzenleiter ergänzt: „Dieses Argument ist der Grund, warum wir in Deutschland strukturell eine veraltete Politik und wenig neue und progressive Lösungsansätze haben.“ Kathrin Minstedt ist der Ansicht: „Die Angst vor den Ideen der jungen Menschen, wird auch hier in einigen Kommentaren sichtbar. Vorurteile und Neid sprechen aus vielen Worten hier. Warum? Sie sind unbefangen und voller Mut, Neues zu wagen. Sie lassen sich nicht von der Wirtschaft beeinflussen und gehen offen an die Sache ran. Das ist es doch, was der Politik fehlt: Transparenz und Bürgernähe, gepaart mit guten Ideen und dem Willen, diese durchzusetzen. Ich wünsche ihnen viel Erfolg und dass sie ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren.“ Monique Westphal schreibt: „Super! Wir brauchen frisches Blut und freie Köpfe!“ Remo Rönnpagel betont: „Die Ansätze sind doch nicht verkehrt und der frühe Anfang erst recht nicht.“ Und Karl Schmidt notiert: „Einige der genannten Themen mögen ja löblich sein, andere aber sind bedenklich.“

Juliane Lange

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