Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Leserbriefe „Wölfe sind scheu. Sie greifen keine Menschen an.“
Mehr Meinung Leserbriefe „Wölfe sind scheu. Sie greifen keine Menschen an.“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:16 29.11.2018
Zwei Wölfe im Wildpark: Erstmals hat ein Wolf offenbar in Niedersachsen einen Menschen angegriffen und verletzt. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Steinfeld

Wolfsangriffe auf Schafe sorgen in Norddeutschland seit Längerem für hitzige Diskussionen. Nun soll ein Wolf in Niedersachsen einen Mann beim Arbeiten an der Hand attackiert haben. Es wäre der erste Angriff eines Wolfes auf einen Menschen seit die Tiere nach Deutschland zurückgekehrt sind. Der Vorfall wird nun vom Umweltministerium in Hannover untersucht. OZ-Leser diskutieren kontrovers.

Bianca Rekittke merkt an: „Und wenn die Überreste eines gerissenen Menschen gefunden werden, waren es sicher tollwütige Eichhörnchen! Ich bin gegen den Abschuss, aber auch gegen ein Runterspielen der Gefahr. Es ist ein Raubtier!“ Jantje Schmidtke findet: „Komisch klingt die Geschichte schon. Ein Wolf beißt ,nur’ in die Hand. Mal abwarten, was die DNA-Analyse hervorbringt.“ Anna Sundt sagt: „Ein krankes Tier würde jemanden beißen. Aber ich glaube, es ist einfach nur Hetze gegen den Wolf. Und jetzt hätten sie einen Grund, die Wölfe legal abschießen zu dürfen. Also ich steh zu den Wölfen.“

Steve Wagner vermutet: „Wölfe sind scheu. Und hätte ihn ein Wolf angegriffen, hätte er es niemals überlebt.“ Manuela Truhlsen schreibt: „Packt die Märchenbücher weg. Woanders leben die Menschen mit Bären, Krokodilen, giftigen Schlangen und Spinnen, ohne gleich alles töten zu wollen oder müssen.“ Auch Anja Kleindienst meint: „Wölfe greifen keine Menschen an, wer verbreitet solch einen Müll. Belesen hilft vielleicht.“

Nick Umland fragt: „Wie viele Menschen in Deutschland wurden von Hunden gebissen?“ Und weiter: „Rotten wir deshalb auch die Hunde aus?“ Bernhard Zürn indes gibt zu bedenken: „Als der Wolf herkommen sollte, hieß es, dass er scheu ist und dem Menschen nicht gefährlich wird. In Schweden, Polen und Weißrussland etwa würde das Zusammenleben Mensch und Wolf ja auch so funktionieren.“ Vergessen würde aber dabei, so der Leser, „dass der Wolf in all diesen Ländern bejagt wird. Und hier lernt er, dass von Menschen keine Gefahr für ihn ausgeht.“

Stefanie Beise hat Zweifel an der Geschichte, wie sie notiert. „Das kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Person angegriffen wurde. Wölfe gehen grundsätzlich auf Distanz und haben eher Angst vor Menschen.“ Daniel Mildner ist überzeugt: „Es werden sinnlose Gründe gesucht für den schnelleren Abschuss der Tiere. Der Wolf ist zurück und das ist gut so.“

Juliane Lange

In Mecklenburg bieten seit zwei Jahren sechs Schulen die Möglichkeit an, Niederdeutsch bis zum Abitur zu lernen. In Vorpommern hingegen gibt es nicht eine Schule mit einem etwaigen Angebot. Die Landesregierung sieht die Verantwortung bei den Schulen.

27.11.2018

Der Hamburger Richter Roland Hinz liebt die sportliche Herausforderung. In Hamburg hat er im vergangenen Jahr die Sportsparte Blindentennis ins Leben gerufen.

26.11.2018
Leserbriefe „Nicht meckern, machen!“ - Die Streetworker

Dutzende Leser haben uns zu der Aktion „Nicht meckern, machen!“ ihre „Nordlichter“ zugesandt und damit zum Gelingen der Gemeinschaftsaktion von OZ, NDR Info, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, dem Hamburger Abendblatt und den Kieler Nachrichten beigetragen. In dieser Woche erscheinen die sechs Gewinner-Geschichten. Heute: Die Streetworker aus Wüppels.

26.11.2018