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Lesermeinung Landesregierung betreibt Anti-Eisenbahnpolitik
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11:19 12.02.2019
Blick auf die Strecke der einstiegen Darßbahn zwischen Barth und Prerow (Archivfoto) Quelle: Bernd Wüstneck / dpa
Darß

Verkehrspolitik in MV am Beispiel der Darßbahn: Seit der Wende tut sich nichts mehr mit dem Wiederaufbau der Darßbahn, obwohl teilweise, etwa in Pruchten noch die Gleise liegen und der Rest der Strecke juristisch noch immer Eisenbahn ist. Aber der Verkehrsminister wollte eine neue kombinierte Brücke für Straße und Eisenbahn von der Bahn gezahlt bekommen und deshalb keinesfalls die vorhandene denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke (Meiningenbrücke) nutzen. So klagte nicht Pruchten, sondern er als Erster gegen die Bahn anstatt sie zu bauen, was seine Aufgabe wäre. Die Darßbahn könnte auf der alten Trasse in spätestens fünf Jahren bis Prerow fahren.

Ähnlich ist es auf Usedom. Statt die Eisenbahn-Südanbindung aufzubauen, will man im Norden nun für ein Mehrfaches des Eisenbahnbaus bei Wolgast eine „Mammut“ Straßenbrücke errichten, um den zukünftigen Verkehr aus dem Straßentunnel in Swinemünde nach Norden umleiten zu können. Für diese ist offenbar Geld da. Swinemünde hatte den Tunnel einst als Eisenbahntunnel geplant, jedoch wegen fehlender deutscher Weiterführung zu einem Straßentunnel umgeändert. Es ist also Geld da, wenn man will. Nur für die Eisenbahn nicht.

Es gibt noch viele Beispiele für diese Anti-Eisenbahnpolitik, sei es die Südbahn oder sei es der SEV, der nun wieder nach Warnemünde eingesetzt wird. Am Autobahn-Loch in Tribsees konnte der Verkehrsminister fast eine Zweitwohnsitz für sich einrichten. Bei der Bahn wurde er noch nie gesehen, bis auf einen Besuch bei der Mecklenburger Bäderbahn „Molli“, jedoch mit versteinerter Miene. Dabei wäre die Molli-Verlängerung nach komplett vorhandenen Plänen bis Rerik der Schlüssel zur Wiederbesiedlung von Wustrow.

Werner Klingbiel

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