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Lesermeinung „Für die kostenlose Kita zahle ich gerne Steuern“
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13:36 09.01.2019
Ein Junge fährt in einer Kindertagesstätte mit einem Bobbycar an einem Garderobenständer vorbei. MV schafft die Kita-Gebühren ab. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Schwerin

Die Nachricht von der landesweit gebührenfreien Kinderbetreuung ab 2020 wird von zahlreichen OZ-Lesern ausdrücklich begrüßt. Geplant ist, dass Eltern ab dem kommenden Jahr nichts mehr für Kita, Tagesmutter oder Hort bezahlen müssen. Damit sei MV das erste Bundesland, das die Beiträge für einen Kita-Ganztagsplatz vollständig abschafft und auch noch den Hort einbezieht, betont Ministerpräsidentin Manuel Schwesig (SPD).

Patricia Dettweiler schreibt: „Schön, dass sich was tut. Wir haben mit drei Kindern in Kita und Krippe vor vier Jahren 800 Euro pro Monat gezahlt.“ Von einer kompletten Beitragsfreiheit halte die Leserin indes nichts, wie Dettweiler betont. Denn: „Die meisten Menschen wissen Kostenloses nicht zu schätzen. Lieber sollte sich auch beim Betreuungsschlüssel und den Gehältern der Erzieher etwas tun.“ Dani aus MV sagt, kostenlos höre sich immer super an und sie könne die Freude der Familien auch verstehen, doch fragt sie: „Hat man schon mal darüber nachgedacht, wie und von wem das finanziert wird? Oder schon mal darüber nachgedacht, dass deshalb nicht etwa mehr Personal für qualitative Arbeit da sein wird? Mir wäre es lieber, wenn sich der Betreuungsschlüssel endlich ändern würde, denn die kostenlose Betreuung bringt den Kindern gar nichts.“ Dadurch würde man ihren Bedürfnissen nicht gerecht werden, so die Leserin. „Im übrigen frage ich mich, mit welchem Recht Unterschiede im Betreuungsschlüssel gemacht werden. Sind die Kinder in den einzelnen Bundesländern so unterschiedlich?“

Mitch Weit würde jetzt „noch“, wie er schreibt, „die kostenlose Versorgung mit gesundem und ausgewogenen Essen für Kita und Schulen“ bejahen. Dann sollten wir schon einmal auf dem richtigen Weg sein und sind trotzdem noch weit entfernt von gesunder Bildungs- und Familienpolitik“, ist der Leser überzeugt. Ute Subklew-Weppelmann wiederum kann sich mit den Plänen des Sozialministeriums nicht anfreunden. Sie notiert: „Na super, das Geld könnten unsere Schulen mehr als gut gebrauchen. Oder wie wäre es mit dem freien Mittagessen für Kita- und Schulkinder? Schade, so hätten alle Familien etwas davon gehabt.“ Jule Schmiel führt aus, dass sie es gut finde, dass „Mecklenburg-Vorpommern diesen Weg jetzt geht und das Land die Kosten übernimmt. Dafür zahle ich gerne Steuern. Dafür sollte die Gesellschaft auch bereit sein, Steuern zu zahlen. Denn die Kinder sind unsere Zukunft.“

Juliane Lange

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