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Lesermeinung „Hat MV hier mal wieder eine Entwicklung verschlafen?“
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13:33 13.02.2019
Der Swinetunnel soll die Insel Usedom und Wollin auf dem Gebiet der Stadt Swinemünde miteinander verbinden. Quelle: OZ/MONTAGE
Swinemünde

Eines der größten Verkehrsprojekte der Region – der Swinetunnel, der die Insel Usedom und das polnische Swinemünde verbinden soll, stiftet schon vier Jahre vor seiner Fertigstellung Unruhe bei den hiesigen Touristikern. So befürchten diese etwa, dass sie Touristen an die polnischen Nachbarn verlieren könnten. Forderungen nach Investitionen in die touristische Infrastruktur in Vorpommern werden laut. OZ-Leser führen eine angeregte Debatte zu den Plänen.

Benedikt Liesegang schreibt: „Wenn man in Deutschland ohne Ende an der Preisschraube, inklusive Kurtaxe, dreht, muss man sich nicht wundern, wenn die Karawane weiterzieht.“ Andreas Malack setzt ironisch hinzu: „Oh, nun muss man etwa investieren und kann nicht nur kassieren.“ Markus Reich berichtet von seinem Kurzurlaub in Swinemünde im letzten Jahr. „Es hat uns sehr gut gefallen. Preis, Leistung, Ambiente, Freundlichkeit und Service haben gestimmt. Jederzeit wieder.“ Swen da Loony ist überzeugt: „Tja, irgendwann ist eben alles zu Ende. Auch ein Wachstum der Übernachtungen, ohne in Infrastruktur zu investieren. Die Insel (besonders die Kaiserbäder) sind einfach zu satt. Die Insel erstickt doch schon am Verkehr. Sollen da noch mehr Autos rauf?“ Cornelia Niebauer notiert: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Leider macht man überall preisgünstiger Urlaub als in MV.“ Michael Hanke ergänzt dazu: „Vor drei Jahren habe ich für 14 Tage in Trassenheide fast 2000 Euro bezahlt – ohne Essen. Dafür fliege ich all inclusive ans Mittelmeer. Die Hoteliers und Gastronomen sollten ihre Strategie neu ordnen. Der Unternehmerverband fordert breitere Straßen auf Usedom und einen A-20-Zubringer. Alles nur für den Ansturm im Sommer?“ Die Landesregierung müsse das vorhandene Geld in die Ansiedlung von Industrie und Produktion investieren und nicht nur längerfristige Arbeitsplätze im Gastronomie und Hotelbereich schaffen, ist sich der OZ-Leser sicher. „Sonst verlassen weiterhin junge Menschen das Land, um eine Ausbildung in zukunftsweisenden Berufen aufzunehmen.“ Monika Schumacher fragt: „Hat da mal wieder MV eine Entwicklung verschlafen und jetzt ist das Geschrei groß? Die Pläne für den Tunnel waren doch schon vor ewigen Jahren im Gespräch.“ Robert Reimann sagt, solange man „in Polen günstiger und kinderfreundlicher Urlaub machen kann, nimmt man gerne die 100 Kilometer längere Strecke in Kauf.“

Juliane Lange

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