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Lesermeinung „Jedes Kind hat eine Bildungschance verdient“
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13:36 10.01.2019
Bis spätestens 2023 sollen alle Kinder in MV, die bislang auf eine Förderschule gehen, eine reguläre Schule besuchen können. Quelle: Jonas Güttler/dpa
Rostock

Scheitert die Inklusion an den Schulen in MV? Das zumindest befürchten Eltern, Lehrer und Bildungsexperten. Bis spätestens 2023 sollen alle Kinder, die bisher auf eine Förderschule gehen, eine reguläre Schule besuchen können. Die Experten fordern vom Land, deutlich mehr Geld für zusätzliche Lehrer in die Hand zu nehmen. Zudem müssten die Kommunen ihre Ausgaben für den Bau von Schulen erhöhen. OZ-Leser diskutieren.

Monika Schumacher warnt eindringlich: „Inklusion wird in MV und in der gesamten Republik niemals klappen, solange Kinder keine Lobby haben.“ Und weiter: Inklusion koste Geld und das werde lieber in alles Mögliche gesteckt, aber sicher nicht in Kinder, so die Leserin. Dabei sei es eine wunderbare, „aber bei uns leider zum Scheitern verurteilte, Idee.“ Anne Hennig ist sicher: „Dieses Versuchsprojekt Inklusion in MV läuft schief! Nicht jedes Kind muss und kann ein Einstein sein.“ Hennig fragt: „Wie kann denn jedes Kind die gleiche Bildungschance erhalten, wenn unterschiedliche Voraussetzungen gegeben sind? Letztendlich sollen die Stärkeren die Schwächeren mitziehen, was aber nicht deren Aufgabe ist. Die Qualität des Unterrichts leidet, weil sich ein Lehrer allein um all diese unterschiedlichen Ansprüche kümmern muss.“ Schlussendlich, so schreibt die OZ-Leserin, würden die Voraussetzungen für dieses Projekt fehlen: mehr Fachpersonal, größere Schulen, Schulen, die auf dem Stand der Zeit sind. Jedes Kind hat eine entsprechende Bildungschance verdient.“ Helmut Augustyniak meint: „Experten und Eltern sollten mal sehr gründlich und objektiv analysieren, was eine Inklusion für die Schüler bringt. Mein persönlicher Verdacht: Inklusion ist nur ein Sparmodell, um die öffentlichen Kassen zu entlasten. Das Wohl der Schüler steht nicht zur Debatte.“

Sö Ren schreibt: „Die Inklusion wird mit Anlauf an die Wand gefahren. Schon jetzt fehlen überall Lehrer. Stellen werden notdürftig mit Studenten oder Quereinsteigern geflickt.“ Und die vorhandenen Lehrkräfte würden nicht nur bei Unterricht, Betreuung und Improvisation alleingelassen, „sondern auch bei dem zusätzlich neu anfallenden Papierkram. Jedes Inklusionskind benötigt einen Förderplan. Sonderpädagogen gibts aber nicht zusätzlich, also machen das auch die Lehrer.“ Martina Gültzow indes hofft, dass die Förderschulen weiterhin existent sind. „Für viele Kinder ist es besser. Bis es soweit ist, muss noch sehr viel passieren. Ich würde mir wünschen, dass bei dieser ganzen Diskussion auch mal an die Kinder gedacht wird.“

Juliane Lange

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